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«Französisch ist etwas für schöne Bücher»

Der Lausanner gibt sein zweites Album heraus – es ist cool wie Bastian Baker selbst. Die zwölf neuen Songs können es locker mit denjenigen des erfolgreichen Debüts aufnehmen.

«Relax! Geniesst den Tag»: Ein altkluger und lausbübischer Bastian Baker gibt Tipps für ein besseres Leben. Sein neues Album erscheint am Freitag und heisst «Too Old to Die Young».
«Relax! Geniesst den Tag»: Ein altkluger und lausbübischer Bastian Baker gibt Tipps für ein besseres Leben. Sein neues Album erscheint am Freitag und heisst «Too Old to Die Young».
zvg

Bastian Baker, «Too Old to Die Young», was ist das denn für ein lustiger Albumtitel für einen 22-Jährigen!Bastian Baker: Das finden Sie lustig? Ich bin ein nachdenklicher Mensch. Diesen Spruch habe ich an einer Mauer in Dortmund gesehen. Ich fand ihn gut. Er beschreibt, was ich fühle.

Was denn? Sobald man geboren ist, ist man eigentlich zu alt zum Sterben, es ist doch so schön hier auf dieser Welt! Ich will zeigen, dass es wichtig ist, den Moment zu geniessen.

Bastian Baker ruft zu carpe diem auf? Ja genau. Egal, wie alt man ist, ich sage: Relax! Geniesst den Tag! Ich habe auch eine Frage: Wie finden Sie das Album?

Sehr schön. Und sehr cool. Haben Sie ein Lieblingslied?

Noch nicht. Warum? Das interessiert mich sehr. Ich habe alles selber gemacht, Lieder geschrieben, komponiert, produziert, arrangiert. Sie müssen mich unbedingt wissen lassen, was Ihnen gefällt!

Das werde ich tun. Warum schreiben Sie eigentlich keine französischen Lieder? Klar, Französisch ist meine Muttersprache, doch ich liebe auch andere Sprachen. Ich versuche ja auch ständig, neue zu lernen. Englisch ist die Language for Rock and Folk. Es fällt mir leicht, Songs auf Englisch zu schreiben, das ist voll easy. Französisch ist etwas für Gedichte und schöne Bücher.

Und warum sprechen Sie so gut wie fliessend Schweizerdeutsch? Ich war halt oft in der Deutschschweiz unterwegs.

Sie reden nicht von Ihrer Karriere, sondern vom «Bastian-Baker-Projekt». Weshalb? Weil – auch bei diesem Album – eine Menge Leute mitgewirkt haben, es ist eine Gruppenarbeit. Ich hasse es, zu sagen: Ich, ich, ich.

Hat Ihr guter Kumpel Stress etwas zum Album beigetragen? Er und Noah Veraguth waren immerhin die Ersten, die das Album gehört haben. Sie gaben mir wie sagt man? Conseils?

Ratschläge. Genau. Wir drei sind Copains und geben einander Tipps.

Sie werden bald in der Jury der dritten Staffel von «The Voice of Belgique» sitzen. Hat man Sie auch für die Schweizer Sendung angefragt? Nein (lacht). Die haben schon eine coole Jury mit Stress und den anderen, die muss man ja nicht auswechseln, oder? Ich hoffe, dass ich in Belgien ein Talent entdecke. Ende Oktober wird es losgehen.

Sie sind ja auch so ein Talent, doch es gibt anscheinend etwas, das Sie nicht können: Kochen. Ja, ich bin eine Null, ich kann nicht mal Spaghetti kochen. Aber ich esse wahnsinnig gern.

Dabei heissen Sie Baker – Bäcker! Ja, ich weiss. Brot mag ich besonders gern Baker ist der zweite Teil meines Nachnamens, englisch ausgesprochen. Wissen Sie, es wurde mir halt immer gekocht. Damals, als ich Eishockey spielte zum Beispiel. Oder als Kind, nach der Schule, da ass ich im Restaurant von meinem Vater.

Haben Sie eigentlich einen Bezug zu Bern? Bern ist schön. Eine ruhige Stadt.

Das ist alles? Hm. Ja. Ich war in der Aare, in der Altstadt und habe schon oft im Alten Tramdepot gegessen. Oder Eishockey gespielt.

Sie haben eine Karriere als Profi beim HC Fribourg-Gottéron auf Eis gelegt – für die Musik. Vermissen Sie Eishockey? Ich schaue mir manchmal Spiele an. Und letzte Woche war ich an den Swiss-Ice-Hockey-Awards. Aber eben, ich habe schon nicht mehr so viel Zeit, das heisst, sie geht für die Musik drauf. Das ist okay.

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