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Himmels-Trip mit Rachel Harnisch

Sieben Sätze – und sieben Türme: Das Berner Symphonieorchester verbindet das Requiem von Brahms mit einer Uraufführung. Sopranistin Rachel Harnisch überstrahlt einen Konzertabend voller Hintersinn.

Kunstvolle Innerlichkeit: Sopranistin Rachel Harnisch.
Kunstvolle Innerlichkeit: Sopranistin Rachel Harnisch.
zvg/René Ruis

«Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden»: Gleich zu Beginn des Requiems erscheinen sie, die Worte aus dem Matthäusevangelium – als Motto, das die Botschaft vorwegnimmt: Brahms hat sein berühmtes Requiem nicht als Totenmesse komponiert, die mit «ewiger Verdammnis» droht. Die Musik gilt den Lebenden, «die da Leid tragen», weil sie sich der Vergänglichkeit bewusst sind. Trost und Tristesse – beides findet sich in diesem Werk. Das bedrückend Irdische trifft auf das himmlisch Entrückte. Und was davon mehr Gewicht erhält, ist eine Frage der Interpretation. Aber auch eine Frage der Besetzung.

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