«Ich freue mich auf den schönen Saal»

Fragebogen BSO

Bevor das Berner Symphonieorchester am 5. September zurück an seinen Stammplatz im Casino zieht, rücken wir die Mu­siker ins Zentrum. Heute: Flötistin Johanna Schwarzl.

Die 26-jährige Flötistin Johanna Schwarzl lässt ihr Instrument wie eine WC-Spülung ertönen.
Marina Bolzli@Zimlisberg

Welches Instrument spielen Sie, und warum wählten Sie gerade dieses?
Ich habe mich im Alter von 6 Jahren in die Querflöte verliebt. Meine Tante ist Hobbyflötistin und war immer ein grosses Vorbild für mich. Da war der Weg zur Flöte nicht weit.

Wie lange spielen Sie schon im BSO?
Ich war vor zwei Jahren Praktikantin im BSO, und das Jahr darauf habe ich viel als Zuzügerin ausgeholfen. Ein offizieller Teil werde ich erst im September sein, da dann mein Vertrag beginnt.

Was macht Sie im Orchester unverwechselbar?
Das ist schwer zu beantworten, da ich noch nicht wirklich lange da bin und die einzelnen Musiker noch nicht so gut kenne. Vielleicht meine Ausbildung. Ich studiere neben der Flöte auch künstlerische Musikvermittlung und habe meine eigenen künstlerischen Projekte.

Was war Ihr peinlichstes Erlebnis bei einem Auftritt?
Das war zwar nicht im BSO, aber ich hatte mal fürchterlichen Schluckauf während des Weihnachtsoratoriums. Da gibt es einige Flötensolos – meine waren ziemlich verhickst.

Und was war das Schönste?
Besonders schön war für mich eine Aufführung der 5. Schostakowitsch-Sinfonie letztes Jahr. Damals hatte die Dirigentin spontan abgesagt, und wir hatten nur die Generalprobe mit dem eingesprungenen Dirigenten Michael Sanderling. Da waren dann alle Musiker so kon­zentriert, es gab eine besondere Spannung im Saal, und das Konzerterlebnis war wunderschön.

Worauf freuen Sie sich be­sonders bei der Rückkehr ins Casino?
Für mich ist es keine Rückkehr, da ich noch nie im Casino gespielt habe. Aber ich freue mich auf den schönen Saal. Die Konzertatmosphäre ist sicherlich etwas feierlicher als im Kursaal.

Wo trifft man Sie an, wenn Sie gerade nicht Dienst haben beim BSO?
Ich organisiere eigene künstlerische Projekte. Im Moment arbeite ich mit Männerchören aus dem Emmental. Das bereitet mir sehr viel Freude. Ausserdem bin ich sehr gern draussen, auf dem Fahrrad oder zu Fuss – das spielt keine Rolle. Das entspannt mich am meisten.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt