«Ich werde alle Konsequenzen tragen»

Rapper Sido hat sich nach einem Handgemenge mit einem österreichischen Journalisten reumütig gezeigt.

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Soll zugeschlagen haben: Der Rapper Sido bei einer Preisverleihung in Berlin. (März 2010)

(Bild: Reuters)

Er möchte niemandem das Bild vermitteln, dass diese Aktion richtig war, schrieb der Hip-Hop-Musiker am Sonntagabend auf seiner Facebook-Seite und auf Twitter. «Ich weiss, dass der Rahmen absolut falsch war – besonders, weil Kinder anwesend waren! – und dass man mit Fäusten keine Probleme lösen kann, sondern vielmehr welche schafft», hiess es weiter. Sido, der in Wien in der Jury der Show «Die grosse Chance» sass, hatte am Freitagabend nach der Live-Ausstrahlung die Fassung verloren.

Er versetzte dem Journalisten Dominic Heinzl auf offener Bühne einen Faustschlag. «Nachdem Dominik und ich seit 2 Jahren immer wieder aneinandergeraten sind, verlor ich am Freitag aufgrund seiner wiederholten Provokation leider die Beherrschung», so Sido.

ORF kündigte Sido

Während der Sendung verspottete Sido den bekannten Society-Journalisten. Heinzl suchte nach der Show das Gespräch mit Sido, das schnell eskalierte. Videoaufnahmen des Vorfalls zeigen, dass Heinzl hart zu Boden fällt und Sicherheitskräfte die beiden Männer auseinanderbringen mussten. «Ich bin zu weit gegangen und hätte das Problem mit Herrn Heinzl anders lösen müssen», sagte der Berliner in seinem Statement. Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender ORF kündigte nach den Handgreiflichkeiten am Samstag mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit dem Rapper.

«Ich werde alle Konsequenzen tragen und kann die Entscheidung des ORF nachvollziehen», gab sich der Rapper einsichtig. Ausserdem bedankte sich Sido für den Rückhalt seiner Fans. Am Wochenende bildeten sich Gruppen auf Facebook, die sich mit Sido solidarisierten. Doch der Rapper wollte das Bild zurechtrücken: «Es ist nix, wofür jemand gelobt werden darf!» Die Auseinandersetzung dürfe nicht gutgeheissen werden. Eine Versöhnung mit Heinzl ist allerdings wohl nicht angedacht: «Herr Heinzl und ich werden sicher niemals Freunde, aber mit diesen Worten, hoffe ich, dass ich euch ein anderes Bild vermitteln konnte als am Freitag.»

phz/dapd

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