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«Man muss noch Komplimente machen dürfen»

Darf man im #MeToo-Zeitalter noch die beschwingten Songs der 1920er-Jahre singen? Musiker Max Raabe sagt, wie man dem Zeitgeist mit Niveau begegnet.

«Wir entreissen das Publikum der Realität für den Zeitraum eines Konzerts»: Max Raabe. Foto: Keystone
«Wir entreissen das Publikum der Realität für den Zeitraum eines Konzerts»: Max Raabe. Foto: Keystone

Herr Raabe, Sie wollen wegen #MeToo einige Ihrer Lieder nicht mehr singen. Zum Beispiel: «Ja und Nein, das kann das Gleiche sein», das davon handelt, dass man bei einer Frau angeblich nicht weiss, was Ja und was Nein heisst.

Das kann man heute so nicht mehr singen. Es gibt da zum Beispiel noch ein Lied von Robert Stolz, das heisst: «Man darf bei den Mädels nicht schüchtern sein.» Da kommt dann auch die Zeile: «Sie sagen Nein und warten drauf, geküsst zu sein / man soll sich schöne Frauen nicht tagelang nur ansehen / wie Casanova, so soll man rangehen.»

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