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Nur in den hinteren Reihen buhen sie noch

Ausgerechnet im bernischen Orpund hat sich der Hip-Hop befreit. Und zwar von sich selbst – mit dem Auftritt des Amerikaners Kid Cudi.

Ein sehr breites Hip-Hop-Verständnis, dazu eine gute Portion Grössenwahn: Kid Cudi.
Ein sehr breites Hip-Hop-Verständnis, dazu eine gute Portion Grössenwahn: Kid Cudi.
Nora Nussbaumer

Samstag, kurz nach Mitternacht. Das Royal Arena Festival ist schon zwei Tage alt, knapp zwanzig Künstler haben den jungen Hip-Hop-Fans bereits ihre Version von Rap vorgetragen. Doch dann geschieht etwas Unerwartetes: Das alte Römerlager, jährlicher Schauplatz dieses Treffens stark traditionsbewusster Anhänger der Hip-Hop-Kultur, verwandelt sich plötzlich in etwas viel, viel Grösseres. Als wäre dieses von Bäumen eingefasste, ländliche Stück Grün das Wankdorf, das Letzigrund oder das Wembley, erleben die leidenschaftlichen Kopfnicker hier einen Stadionrock-Moment. Und alle, praktisch alle, scheinen es zu geniessen.

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