Zum Hauptinhalt springen

Pop-Briefing: Fertig Besinnlichkeit!

Die letzte Popkolumne des Jahres – mit dem Rüpelpartysound von TNGHT, zwei Silvester-Playlists und Justin Bieber.

Benedikt Sartorius
Starten die Party: Lunice und Hudson Mohawke als TNGHT. Foto: Tom Keelan
Starten die Party: Lunice und Hudson Mohawke als TNGHT. Foto: Tom Keelan

Das muss man hören

Die vergangenen Tage waren zu still? Dann hören Sie TNGHT. Ihre zweite EP «II», die bereits im November erschienen ist, enthält genau jene Musik, die man braucht, wenn man gerne in einen freundlichen Rüpelmodus wechseln möchte (was nicht bedeutet, Leute zu beleidigen oder anderweitig zu drangsalieren).

Hinter TNGHT stecken die Produzenten Hudson Mohawke und Lunice, die bei ihrer ersten Zusammenarbeit die elektronische Musik stadiongross dachten, beispielsweise mit den fetten Bläserfanfaren ihres enorm einflussreichen Tracks «Higher Ground», der 2012 erschienen ist.

Die Blechbläser von einst haben TNGHT nun mit Panflöten-Sounds eingetauscht, was ihrer Musik zusätzliches Nervpotenzial verleiht. Und so kann man diese Tracks hassen – oder auch einfach lieben. Denn viel mehr als eine gute Partyzeit? Wollen Hudson Mohawke und Lunice ja nicht.

Das Schweizer Fenster

Mein Radio zum Glück ist jenes Radio, das Erwartungen unterläuft. Und es sind Sender wie die Berner Station Radio Bollwerk, in denen Livemixes wie jener des Musikers Elischa Heller ausgestrahlt werden. Das hört man dann besser nicht im Autoradio oder zum Schneiden von Zwiebeln. Ansonsten: sehr empfehlenswert.

Was blüht

Die neue Single von Justin Bieber. Diese gibts bereits am Freitag, heisst «Yummy» und dürfte der erste neue Popsong des Jahres sein. So sieht jedenfalls der Trailer aus, der die älter gewordenen Beliebers in Aufregung versetzt. Welche Rolle Gott dabei spielen wird?

Das Fundstück

Wo wir schon von Justin Bieber reden: Auf der Silvester-Playlist, die die deutsche Poplegende Gudrun Gut vor einem Jahr für die «Süddeutsche Zeitung» zusammengestellt hat, findet sich auch der sehr gefährliche Track «Who's Afraid of Justin Biber» (ja, «Bieber» ohne «e»). Doch man sollte auch weiterhören, weil sich hier dreieinhalb Stunden sehr gute Musik finden.

Wem diese Playlist zu hart oder sperrig ist, greift besser zur diesjährigen Silvester-Liste, die Toy Tonics für die SZ kompiliert hat. Das rutscht sehr gut.

Die Wochen-Tonspur

Noch einmal Tracks aus dem Archiv, beispielsweise von Gil Scott-Heron, der uns auch in jene Zeit zurückbringt, als Kanye Wests Musik noch toll war. Damit ist diese Playlist abgeschlossen – im neuen Jahr wird dann frisch gestartet. Wie dieser Auftakt klingen wird?

Dieser Artikel wurde automatisch auf unsere Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch