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Populismus der Vernunft

Mit Jello Biafra tritt eine lebende Punk-Legende auf. Ein Mann, der beinahe im Weissen Haus und nicht im Dachstock der Reitschule gelandet wäre.

«Wütend machen mich diese Pop-Punkbands, die klingen wie die Eagles mit lauten Gitarren»: Jello Biafra. (Archiv)
«Wütend machen mich diese Pop-Punkbands, die klingen wie die Eagles mit lauten Gitarren»: Jello Biafra. (Archiv)

Das antizyklische Verhalten ist ihm gegeben, dem Eric Reed Boucher, den die ganze Welt als Jello Biafra kennt. Als dieselbe ganze Welt sich darauf einigte, dass Barack Obama das Zeug dazu haben könnte, die USA politisch ein Stückchen vorwärtszubringen, als die Musikschaffenden sich im Wahlkampf fast einhellig für den ersten schwarzen Präsidenten starkmachten, wurde es dem Jello Biafra zu viel. Er, der im Jahr 2000 von der Grünen Partei Amerikas selber als Präsidentschaftskandidat ins Gespräch gebracht worden war und 1979 für den Bürgermeisterposten von San Francisco kandidiert hatte, stand hin, warf Obama eine zu offensichtliche Nähe zum politischen Establishment vor und forderte die Leute auf, Oppositionsparteien zu wählen, wenn möglich die Green Party, für die er sich vehement starkmachte.

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