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Quicklebendige Totenmesse

Mit «Requiem» ist der Choreografin Nanine Linning ein fulminantes Gesamtkunstwerk gelungen. Auf der Bühne des Stadttheaters wurde in burlesk-barocken Kostümen eine Totenmesse zelebriert, die das Leben feiert.

Wie von einer Kugel getroffen herniedergesunken: Die Tänzerin Maria Demandt als schöne Tote zwischen Harlekinfiguren und den Mitgliedern des Chors.
Wie von einer Kugel getroffen herniedergesunken: Die Tänzerin Maria Demandt als schöne Tote zwischen Harlekinfiguren und den Mitgliedern des Chors.
Philipp Zinniker

Wären da nicht die anderen staunenden Zuschauer, müsste man sich zwicken, um sich sicher zu sein, dass man nicht träumt. Auf der Bühne des Stadttheaters geht Wunderliches vor. Ein auf einer Platte angerichteter Wassermann und eine Meerjungfrau schauen sich verliebt in die Augen, Skelette erwecken einen Menschen zu neuem Leben, in einem milchigen Aquarium schwimmt eine nackte Frau, aus einer überdimensional grossen Tasse blickt ein zweigesichtiger Harlekin hervor.

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