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Übermusiker und kultureller Überzeugungstäter

Tony Allen begründete mit Fela Kuti den Afrobeat, Brian Eno nannte ihn den besten Schlagzeuger der Welt. Mit dem Album «Film of Life» blickt er jetzt nicht nur zurück, sondern auch auf die Flüchtlingskrise.

Tony Allens Talent, ein Stück zusammenzuhalten und andere Musiker einzubinden, fasziniert immer wieder auch Kollegen aus der Rockszene. Foto: Bernard Benant
Tony Allens Talent, ein Stück zusammenzuhalten und andere Musiker einzubinden, fasziniert immer wieder auch Kollegen aus der Rockszene. Foto: Bernard Benant
Harmonia Mundi

Mit den Händen umreisst Tony Allen die Weite zwischen Gibraltar und der syrischen Küste. «Das Mittelmeer, die Boote. Das ist, was ich immer wieder sehe. Die Bilder von immer neuen Menschen, die versuchen, auf klapprigen Schiffen der Misere in ihren Ländern zu entkommen. Ich versuche sie zu warnen, denn diese Reise ist zu riskant.» Wenn der kleine Mann das sagt, reibt er sich die langen, schmalen Finger. Tony Allen, 74 Jahre alt, will keinen Rat erteilen. Sondern mahnen, bitten, appellieren. «Boat Journey» heisst seine klingende Aufforderung an die «Sisters» und «Brothers» aus Mali, Syrien, Eritrea und anderswo, nicht in eines dieser prekären Schmugglerboote zu steigen und ein anderes Leben zu riskieren.

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