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Uncool, brav, vergöttert

Justin Bieber ist eigentlich eine höchst uncoole Person: Brav, kleingewachsen, mit Bubi-Haarschnitt. Trotzdem – oder gerade deshalb – vergöttern ihn Millionen weiblicher Fans.

Der Kanadische Sänger verzaubert Millionen von Mädchenherzen.
Der Kanadische Sänger verzaubert Millionen von Mädchenherzen.
Keystone
Wo auch immer er auftaucht, hat er eine Horde verliebter Girls im Rücken.
Wo auch immer er auftaucht, hat er eine Horde verliebter Girls im Rücken.
Keystone
Bei Ellen DeGeneres war der Kanadier auch schon zu Gast.
Bei Ellen DeGeneres war der Kanadier auch schon zu Gast.
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Seit der Veröffentlichung seines ersten Albums «My World» im November 2009 hat sich Justin Bieber zu einem der weltweit erfolgreichsten Musiker hochgearbeitet. Am 8. April gibt er im ausverkauften Zürcher Hallenstadion sein erstes Schweizer Konzert.

Millionen Mädchen träumen von ihm. Denn der gerade 17 Jahre alt gewordene Kanadier ist nicht nur hübsch anzusehen, er weiss sich auch bei seinen Auftritten zu benehmen und ist frei von Alkoholexzessen.

Ironischer Unterton in der Schweiz

Auch in der Schweiz hat der Sänger viele Fans. Allerdings wirft hier das Bieber-Fieber weit weniger hohe Wellen als in Kanada und Nordamerika, wo sich – was für ein Werbegag! – das amerikanische Präsidentenpaar vom Kanadier ein Weihnachtsständchen singen liess.

Wenn also in der Schweiz über Justin Bieber berichtet wird, dann meist mit ironischem Unterton. Zu banal seien die Melodien, zu harmlos die Texte seiner Lieder über Gott und die erste Liebe.

Biebers Image erinnert an die Amerikanerin Britney Spears, die vor ein paar Jahren zur weltweiten Teenie-Sensation aufstieg. Doch während sie seit Kindertagen davon träumte, Popstar zu werden, stand dieser Wunsch bei Bieber nie an erster Stelle. Er machte einfach gerne Musik. Erst spielte er Schlagzeug, dann Gitarre, und irgendwann kam auch noch Klavier und Singen dazu.

Noch heute ist seine Leidenschaft während jeden Auftritts zu spüren. So wirkt er für die Fans authentisch und nicht wie das durchgeplante Produkt eines Casting-Direktors.

Aufstieg dank Youtube

Seinen raschen Aufstieg zum Popstar verdankt Justin Bieber einer der meistgenutzten Webseiten der Welt: Youtube. 2008 entdeckte ein Musik-Manager aus Atlanta ein Homevideo von Bieber, welches dessen Mutter für Verwandte ins Internet gestellt hatte. Kurz darauf nahm er den damals 14-jährigen Bieber unter Vertrag.

Biebers Management war schlau genug, das Mutter-Sohn-Gespann zu weiteren Youtube-Videos zu ermuntern. Bevor die erste CD in den Läden landete, hatte sich Bieber übers Internet bereits eine ansehnliche Fan-Gemeinde ersungen.

Sein Management macht sich diese Verbindung bis heute zu nutzen und hält Justin Bieber als Youtube-Nutzer in den Köpfen der Fans präsent. Als einer der ihren. Einer, der wie sie seine Sorgen und Freuden über Twitter und Facebook der Welt mitteilt.

Seine Fans danken ihm diese Verbundenheit mit einer Leidenschaft, die teils an Fanatismus grenzt. Der für ihn schöne Nebeneffekt: Biebers Bankkonto weist bereits eine neunstellige Summe aus. Bei diesem Erfolg erübrigt sich die Frage, ob Bieber hochstehende Musik produziert oder harmlose Teenie-Gesänge.

SDA/dj

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