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Unerwartetes Comeback in Montreux

Weil Melissa auf der Maur es nicht rechtzeitig zu ihrem Auftritt schaffte, bat Claude Nobs kurzerhand zwei bekannte Musiker auf die Bühne, die vor 25 Jahren zum letzten Mal gemeinsam auftraten.

Die 44. Ausgabe des Montreux Jazz Festivals ist unter den besten Vorzeichen gestartet. Am ersten Wochenende war nicht nur das Wetter spitze - sondern auch das Musikprogramm, das von Gegensätzen lebte. So spielten etwa am Samstagabend Norah Jones und The Dead Weather.

Die Rockband um Jack White (The White Stripes) und Alison Mosshart (The Kills) zog das Publikum in der Miles Davis Hall in ihren Bann, während Nora Jones die Zuhörer im Auditorium Stravinski mit sanfteren Klängen betörte. Eröffnet hatte das Festival am Freitagabend Phil Collins.

John McLaughlin und Billy Cobham gemeinsam auf der Bühne

Das Programm bot auch Überraschungen: Weil die Rockmusikerin Melissa auf der Maur in Kanada feststeckte, bot Festival-Direktor Claude Nobs kurzerhand den Gitarristen John McLaughlin und den Schlagzeuger Billy Cobham auf. Die beiden spielten seit 25 Jahren zum ersten Mal wieder zusammen - die Freude der Musiker über ihr unerwartetes gemeinsames Comeback war spürbar.

Auch die Organisatoren zeigten sich zufrieden mit dem ersten Wochenende des Musikfestivals: Die Änderungen wie etwa der vereinfachte Zugang zur Miles Davis Hall seien beim Publikum gut angekommen, sagte Festival-Sprecher Francesco Laratta der Nachrichtenagentur SDA. Sicherheitsprobleme habe es keine gegeben.

Das Programm des Montreux Jazz Festivals verspricht noch bis am 17. Juli grosse Namen wie auch musikalische Entdeckungen: Missy Elliott, Billy Idol, Ben Harper, Massive Attack, Angélique Kidjo, Tori Amos, Simply Red, Phoenix oder Sophie Hunger. Nicht zu vergessen sind auch die zahlreichen Gratiskonzerte - sie machen zwei Drittel des gesamten Programms in Montreux aus.

SDA/oku

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