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USA sperren muslimischem Musiker die Gage für Schweizer Auftritt

Er heisst Ahmad Jamal und ist einer der weltbesten Jazz-Pianisten. Am 16. Juli sollte er am Festival da Jazz in St. Moritz auftreten. Jetzt haben US-Behörden sein Konto gesperrt.

Sein Name steht dem Geld im Wege: Der Jazz-Pianist Ahmad Jamal.
Sein Name steht dem Geld im Wege: Der Jazz-Pianist Ahmad Jamal.

10'000 Dollar haben die Veranstalter des Festival da Jazz dem Konto von Ahmad Jamal überwiesen. Grund: Der weltberühmte Jazz-Pianist wird am 16. Juli im von Gunter Sachs gegründeten Dracula-Club in St. Moritz auftreten. Nun wurde bekannt, dass US-Behörden die Geldüberweisung vergangene Woche eingefroren haben. Aufgrund seines muslimischen Namens haben die übereifrigen Beamten einen Zusammenhang zwischen der Zahlung und möglichen terroristischen Aktivitäten vermutet.

Der afroamerikanische Jazzer war für den Trompeter Miles Davis nach dessen eigenen Worten eine «grosse Inspiration». Als Frederick Russell Jones 1930 in der amerikanischen Stadt Pittsburgh geboren, trat der Pianist wie einst Muhamed Ali 1952 dem Islam bei und nannte sich fortan Ahmad Jamal. Dieser Namenswechsel ist ihm nun zum Verhängnis geworden.

Festival-Leiter Christian Jenny nimmt den Vorfall gelassen. «Die Geschichte unseres Festivals ist die der kontinuierlichen Überwindung von Hindernissen», sagt er. «Da passt dieses jüngste Ereignis perfekt ins Bild.» Der mit Spannung erwartete Auftritt Jamals Mitte Juli sei jedenfalls ungefährdet. Als Ehrengäste hat Jenny die amerikanischen Ermittler herzlich eingeladen.

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