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Viel Ehre für Bieber, kein Preis für Beyoncé

An den MTV Europe Music Awards räumte der kanadische Sänger Justin Bieber in drei Kategorien ab. Die als Favoritin gehandelte Beyoncé ging dagegen leer aus.

Die MTV Europe Music Awards 2016: US-Sängerin Bebe Rexha führte durch den Abend. (6. November 2016)
Die MTV Europe Music Awards 2016: US-Sängerin Bebe Rexha führte durch den Abend. (6. November 2016)
Peter Dejong/AP, Keystone
Justin Bieber, hier bei einem Konzert in Kalifornien am 3. April 2016, nahm nicht am Anlass Teil.
Justin Bieber, hier bei einem Konzert in Kalifornien am 3. April 2016, nahm nicht am Anlass Teil.
Chris Pizzellol/Invision/AP, Keystone
Billie Joe Armstrong of Green Day sorgte mit Statements zum US-Wahlkampf für Aufmerksamkeit.
Billie Joe Armstrong of Green Day sorgte mit Statements zum US-Wahlkampf für Aufmerksamkeit.
Peter Dejong/AP, Keystone
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Kanadas Superstar Justin Bieber ist bei der Verleihung der MTV Europe Music Awards erneut der grosse Gewinner. Der 22-jährige Sänger erhielt am Sonntagabend in Rotterdam drei EMAs und ist nun mit insgesamt 22 Trophäen erfolgreichster Künstler der Preisverleihung.

Für andere Favoriten war die Gala dagegen eine Enttäuschung. Top-Favoritin Beyoncé, die wie Bieber fünfmal nominiert worden war, ging leer aus. Auch der britische Superstar Adele, viermal nominiert, erhielt bei der Gala in der niederländischen Hafenstadt keinen Preis.

Überraschende Sieger waren Shawn Mendes, das US-Duo Twenty One Pilots und der niederländische DJ Martin Garrix mit je zwei Auszeichnungen.

Hauptpreis nicht an Bieber

Doch auch der erfolgsverwöhnte Bieber erlitt eine Niederlage. Sein 18-jähriger Landsmann Shawn Mendes (2 EMAs) stiess ihn vom MTV-Thron als bester männlicher Künstler. In den vergangenen sechs Jahren hatte Bieber diesen Preis gewonnen. Kleiner Trost: Biebers Hit «Sorry» wurde zum besten Song gekürt und gewann auch noch den Preis für die grösste Fangemeinde.

Beste weibliche Künstlerin wurde Lady Gaga, die auf einer Videobotschaft ein neues Album versprach. Die Schwedin Zara Larsson gewann die Trophäe in den Kategorien beste neue Künstlerin und «Best Worldwide Act».

Die Sängerin und Songschreiberin Bebe Rexha («In the Name of Love») aus den USA hatte das Spektakel aus der Rotterdamer Konzerthalle Ahoy in stets wechselnden Roben präsentiert. Weltweit erlebten Millionen Fans live eine atemberaubende Show.

Auf schwebenden Bühnen traten unter anderem die Rockbands Kings of Leon und OneRepublic auf. Live dabei waren auch die Sänger Bruno Mars, Shawn Mendes, DNCE, The Weeknd und Lukas Graham.

Seitenhieb gegen Trump

Zum Abschluss heizte die legendäre Punkrock-Band Green Day mit ihrem Erfolgshit «American Idiot» den Fans noch einmal richtig ein. MTV hatte die Gruppe mit dem «Global Icon Awards» geehrt, weil sie seit über 20 Jahren Musikgeschichte geschrieben hätten.

Green Day nutzte den Auftritt auch für eine politische Botschaft. Sie seien sehr froh, dass sie die USA verlassen und damit dem «entsetzlichen Wahlkampf» entkommen konnten, sagte Leadsänger Billie Joe Armstrong. «Die USA erleiden gerade einen grossen kollektiven Herzinfarkt.»

Die Trophäe des Musiksenders war in diesem Jahr knall-lila – eine Verbeugung für Prince («Purple Rain»), der im April gestorben war. «Prince war ein Genie», sagte Bebe Rexha. «Er wird immer Mitglied der MTV-Familie bleiben.»

(SDA)

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