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«Was zählt, ist der Ausdruck»

Mit 21 wurde die Geigerin Alina Pogostkina zum Shootingstar der Szene. Nun tritt sie erstmals in Bern auf – mit dem Mendelssohn-Violinkonzert an der Seite von Chefdirigent Mario Venzago.

Alina Pogostkina mit Geige: «Ausdruck hängt von der inneren Entwicklung ab, weniger von der Intensität des Übens», sagt die 32-Jährige.
Alina Pogostkina mit Geige: «Ausdruck hängt von der inneren Entwicklung ab, weniger von der Intensität des Übens», sagt die 32-Jährige.
Felix Broede

«Ich bin ein Bergmensch», sagt Alina Pogostkina über sich. Von den Viertausendern der Berner Alpen war die Geigerin schon als Kind beeindruckt, als sie mit ihren Eltern Urlaub in Wengen machte. «Für mich war das eine unbekannte Zauberwelt. Denn in Sankt Petersburg, wo ich geboren wurde, gibt es ja überhaupt keine Berge.» Mit acht Jahren kam sie mit der Familie nach Deutschland, die Sowjetunion hatte sich gerade aufgelöst. Pogostkina fühlte sich damals bereits in Konzertsälen zu Hause. Als «Wunderkind» sah sich die junge Geigerin aber nicht. Heute ist sich Pogostkina darüber im Klaren, welch grosse Verantwortung sie als Kind tragen musste. «Alle Hoffnungen waren auf mich gerichtet, ich habe immer sehr viel geleistet. Alles hat Vor- und Nachteile. Ohne diese harte Schule wäre ich letztlich nicht da, wo ich heute stehe.»

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