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Schweizer «Ötzi» lockte gegen 35'000 Besucher nach Bern

Die Ausstellung «Die Pfahlbauer - Am Wasser und über die Alpen» im Historischen Museum in Bern wurde von 35'000 Personen besucht. Dieses Jahr ist die Ausstellung «In 80 Minuten um die Welt» geplant.

Am 2. April 2014 wurde die Pfahlbauerausstellung im Naturhistorischen Museum in Bern eröffnet.
Am 2. April 2014 wurde die Pfahlbauerausstellung im Naturhistorischen Museum in Bern eröffnet.
Stefan Anderegg
Türe aus dem Jahr 3230 v. Chr.
Türe aus dem Jahr 3230 v. Chr.
Stefan Anderegg
Diese Ausrüstung eines jungsteinzeitlichen Jägers, ein Birkenkork-Bogenfutteral, wurde am Schnidejoch im Berner Oberland gefunden.
Diese Ausrüstung eines jungsteinzeitlichen Jägers, ein Birkenkork-Bogenfutteral, wurde am Schnidejoch im Berner Oberland gefunden.
zvg/bhm
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Die am Sonntag zu Ende gegangene Pfahlbauer-Ausstellung im Historischen Museum in Bern hat gegen 35'000 Besucherinnen und Besucher angelockt. Hauptattraktion der Schau war die auf dem Schnidejoch im Berner Oberland gefundene Ausrüstung eines jungsteinzeitlichen Jägers.

Einzelne Gegenstände waren im Hitzesommer 2003 von Wanderern gefunden worden, so etwa der Deckel eines Köchers, in dem vor 5000 Jahren Pfeile und Bogen verstaut wurden. Der archäologische Dienst förderte daraufhin weitere Gegenstände zu Tage. Eine Eismumie wie Ötzi in Österreich wurde auf dem Schnidejoch aber nicht gefunden.

Die Ausstellung «Die Pfahlbauer - Am Wasser und über die Alpen» brachte den Besuchern auch mit Modellen, Figuren und grossformatigen Leuchtbildern den Alltag der Pfahlbauer näher. Im Museumspark wurde mit Unterstützung von 94 Schulklassen und Familien ein Pfahlbauhaus gebaut und auf einem Acker prähistorisches Getreide angebaut.

Insgesamt besuchten 71'034 Personen im vergangenen Jahr das Historische Museum in Bern, wie die Institution am Mittwoch mitteilte. Ein Vergleich mit dem Vorjahr ist schwierig. Damals bescherte die Ausstellung über die chinesischen Terrakottakrieger dem Haus mit über 300'000 Eintritten einen Besucherrekord. Im Jahr vorher zählte das Museum rund 87'000 Eintritte.

«In 80 Minuten um die Welt»

Im laufenden Jahr stehen zwei Ausstellungen auf dem Programm. «In 80 Minuten um die Welt» lädt zu einer Reise durch die Sammlung und zeigt die Vernetzung Berns mit der Schweiz und der Welt auf.

Gemeinsam mit dem Architekturforum Bern ist im Sommer eine Ausstellung zur Berner Stadtentwicklung geplant. Die Schau soll die Entstehung und Entwicklung der städtischen Siedlung in den letzten 400 Jahren erlebbar machen und räumliche Zusammenhänge aufzeigen.

Ein weiterer Höhepunkt im Museumsjahr dürfte wiederum die Museumsnacht am 20. März werden. Das Historische Museum will unter dem Motto «Reisefieber» eine Vorschau auf die kommende Ausstellung bieten.

SDA/tag

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