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Brokeback Mozart

Die Geschichte von zwei Cowboys, die sich ineinander verlieben, wird nun auch auf der Bühne gezeigt: «Brokeback Mountain» feiert am Dienstag in Madrid seine Premiere als Oper.

Liebesszenen sorgten für Aufregung: «Brokeback Mountain» (2005) mit Jake Gyllenhaal (links) und Heath Ledger.
Liebesszenen sorgten für Aufregung: «Brokeback Mountain» (2005) mit Jake Gyllenhaal (links) und Heath Ledger.

Die Oper biete eine Chance, die Komplexität der Geschichte auf eine Weise darzustellen, die weder ihre eigene Geschichte noch der Film von Regisseur Ang Lee geboten hätten, sagt Autorin Annie Proulx der Nachrichtenagentur Associated Press.

Ihr sei klar gewesen, dass eine Oper den Raum geben würde, die Charaktere zu entwickeln, den die Geschichte nicht gehabt habe und an dem der Film nicht besonders interessiert gewesen sei.

Wuorinen sagt, er habe versucht, der bedrohlichen Natur des schroffen Wyomings eine grössere Präsenz zu verschaffen. «Es ist sehr schön, wie der Film das zeigt», sagt der amerikanische Komponist. «Aber es ist definitiv nicht sentimental. Es ist keine romantische Landschaft. Sie ist tödlich. Sie ist gefährlich.» Das schlägt sich unter anderem in einem teils atonalen Stil der Musik nieder.

«Die Musik ist eine grosse Herausforderung, keine Frage», räumt der kanadische Bassbariton Daniel Okulitch ein, der einen der Cowboys - Ennis Del Mar - spielt. Die Liebesszenen mit seinem Kameraden Jack Twist, der vom amerikanischen Tenor Tom Randle verkörpert wird, sind dagegen sehr diskret auf der minimalistischen Bühne dargestellt - anders als im Film, wo diese Szenen für grosse Aufregung bei Teilen des Publikums sorgten. Das englischsprachige Stück soll zunächst bis zum 11. Februar in Madrid laufen.

SDA

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