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«Das Stück ist ein Aufstand»

Der russische Autor Michail Schischkin hat mit Matto Kämpf ein Stück zu Fritz Langs Spielfilm «M – eine Stadt sucht einen Mörder» von 1931 geschrieben. Kritik an Russland und der Schweiz kommt nicht zu kurz.

Tatort Schlachthaus-Bühne: Das Kollektiv Zimmerwäldler und Theater Pokoleniy in Aktion. Foto: Yoshiko Kusano
Tatort Schlachthaus-Bühne: Das Kollektiv Zimmerwäldler und Theater Pokoleniy in Aktion. Foto: Yoshiko Kusano

Herr Schischkin, warum dient gerade Langs Film als Vorlage für «Mörder unter uns»?

Den Film «M» habe ich vor vielen Jahren gesehen, und er hat mich beeindruckt. Nicht wegen der Horroreffekte. Die Bilder, die bei den Zuschauern 1931 Entsetzen auslösten, bewirken heute nur ein Lächeln. Vielmehr machte das historische Vorgefühl Langs einen tiefen Eindruck auf mich. Im Film geht es um eine Stadt, die einen Kindermörder sucht, aber eben auch um den kommenden Faschismus, um die komplizierten Beziehungen zwischen Gesellschaft und Staat,um Menschenrechte, um Grundsätze der Demokratie und die Schwächen eines Rechtsstaates. Alles lauter aktuelle Themen auch heutzutage.

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