Zum Hauptinhalt springen

Eine Menschheit dauert neunzig Minuten

Nackt auf der Welt: Der französische Choreograf Olivier Dubois zeigte zur Eröffnung des Theater Spektakels die unkostümierte menschliche Tragödie.

Der Tanz und die Ordnung: In strengen Laufwegen beginnt die «Tragédie» des französischen Choreografen Olivier Dubois.
Der Tanz und die Ordnung: In strengen Laufwegen beginnt die «Tragédie» des französischen Choreografen Olivier Dubois.
François Stemmer
Allein und doch gemeinsam unterwegs: Die neun Tänzerinnen und neun Tänzer des Ballet du Nord im ersten Akt der «Tragédie».
Allein und doch gemeinsam unterwegs: Die neun Tänzerinnen und neun Tänzer des Ballet du Nord im ersten Akt der «Tragédie».
François Stemmer
Die grossen Gesten: Die «Tragédie» ist nicht frei von Pathos.
Die grossen Gesten: Die «Tragédie» ist nicht frei von Pathos.
François Stemmer
1 / 9

Der Beat ist schon da. Ein synthetischer Trommelschlag, der das Erscheinen des Menschen regungslos über sich ergehen lässt. Eine erste Tänzerin tritt auf und gibt sich die Blösse ihrer Nacktheit so ungerührt, als habe man sie auf einen Laufsteg geschickt. Vier Schritte je Schlag. Und so streng getaktet geht es durch den ganzen ersten Akt dieser «Tragédie», wenn nach und nach alle neun Tänzerinnen und neun Tänzer des Ballet du Nord aus Roubaix in die Leere der Bühne treten, die hier die Welt bedeutet, in diesem wuchtigen Menschheitsdrama, das Olivier Dubois vor zwei Jahren am Festival d’Avignon erstmals gezeigt hat. Seither ist die «Tragédie» auf Tournee, ausgebucht bis 2016 – und gastiert jetzt also dreimal am Theater Spektakel in Zürich, das am Donnerstag eröffnet hat.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.