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Künstler traten in Aktion

Letzte Woche fand im Schlachthaus und im Progr das Festival für Aktionskunst «Bone 14» statt. Das reichhaltige Programm brachte verschiedene Generationen von Performern und Performerinnen zusammen.

Eine junge Frau namens Bean, mit Punkfrisur und eigenwilligem Kleidungsstil, hat sich in einem ehemaligen Klassenzimmer im Progr eingenistet. Hier spannt sie Fäden, kritzelt in obsessiver Manier Texte direkt auf die Wand und häuft Salz und allerlei Fundgegenstände auf dem Boden an. Das rätselhafte Vorgehen nennt sich Aktionskunst und fand letzte Woche anlässlich der vierzehnten Ausgabe des Performance-Festivals Bone statt.

Was hier situativ entsteht, erhellt sich dem Besucher erst, wenn er sich mit dem von Kathleen Bühler fürs Kunstmuseum Bern kuratierten Raum über die 2008 verstorbene Performance-Legende Terry Fox beschäftigt. Die aus London stammende Bean bezieht sich in ihrer Arbeit nämlich auf den aus Seattle stammenden Einzelgänger, der mit Joseph Beuys, aber auch mit Strassenmusikern oder Obdachlosen zusammenarbeitete. Legendär sind Fox’ Klangexperimente mit dem Schnurren von Katzen oder auch seine Aktion, bei der er Klaviersaiten durch die Stadt spannte. In Beans Rauminstallation findet man Fox’ Wirken in der Materialwahl und Thematik gespiegelt. Eine Anzeige von einer entlaufenen Katze konfrontiert sie mit einem Bild ihrer eigenen, von ihr auf der Strasse gefundenen Katze. «Mein Haustier wurde ausgesetzt und dann domestiziert, die andere Katze war wohl behütet und ist abgehauen», führt sie aus.

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