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Paradiesvögel tanzen in einsamer Endlosschlaufe

Statt einem Festival gibts eine Reihe: Das Kulturlokal wird interimistisch geführt, trotzdem soll internationales Tanzschaffen den Start in die Saison vergolden. Zum Auftakt stellt das Duo Cecilia Bengolea und François Chaignaud ein Stück vor.

Verloren auf einem Tanzfloor wie im East End London oder in der Bronx: Die Choreografen Cecilia Bengolea und François Chaignaud jagen ihre fünf Performer in «Twerk» um die eigene Achse.
Verloren auf einem Tanzfloor wie im East End London oder in der Bronx: Die Choreografen Cecilia Bengolea und François Chaignaud jagen ihre fünf Performer in «Twerk» um die eigene Achse.
zvg/Emile Zeizig

Angst scheinen die beiden Tänzer nicht zu kennen, während sich beim Publikum vom blossen Zuschauen beklemmende Klaustrophobie einstellt. Man erinnere sich: Am Festival Tanz in. Bern 2010 zeigten Cecilia Bengolea und François Chaignaud ihre Produktion «Sylphides». Zu dritt liessen sie sich in dunklen Luftkissen auf die Bühne bringen, dann wurde den Kissen die Luft abgesaugt. Die Tänzer waren in der schwarz glänzenden Latexhaut vakuumiert, ein kurzer Strohhalm die einzige Verbindung zur Aussenwelt. Wie eingegossen in eine metallische Platte schienen sie, und wenn sie atmeten, dehnte die Luft Brustkorb und Rippen unter der schwarz schimmernden Schicht. Die Kissen wurden wieder mit Luft gefüllt, dann gaben sie die Tänzer frei. Der Latex gebar drei unglaublich verletzlich aussehende Wesen in eine neue Welt, die die Spice Girls ab Band mit ihrem süsslichen «Viva Forever» zart-rosa wattierten. Bilder von Sterben und Tod, Wiedergeburt und Leben. Sie haben sich im Kopf eingraviert.

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