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Für Polens Regierung ist sie eine «Verräterin»

Olga Tokarczuk wird mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Sie provozierte mit der Aussage, dass Polen von den Deutschen lernen könne.

Die polnische Autorin Olga Tokarczuk in einer Aufnahme von 2018. Foto: NurPhoto via Getty Images

Die polnische Autorin Olga Tokarczuk in einer Aufnahme von 2018. Foto: NurPhoto via Getty Images

Martin Ebel@tagesanzeiger

Das ist fast peinlich für die polnische Regierung: Zähneknirschend muss sie sich stolz darüber zeigen, dass eine Landsmännin die wichtigste literarische Auszeichnung der Welt erhalten hat: den verschobenen Nobelpreis für Literatur des Jahres 2018. Hatte nicht Jaroslaw Kaczinsky, Parteivorsitzender der regierenden PIS, sie eine Verräterin genannt? Denn Olga Tokarczuk stört bei dem grossangelegten Bestreben, die polnische Geschichte als eine reine Opfer- und Heldengeschichte umzuschreiben.

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