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«Wenn eine Frau mit vielen Leuten Sex hat, ist sie dann frei?»

Die französisch-marokkanische Schriftstellerin Leila Slimani über Promiskuität und Freiheit, Einsamkeit – und was Frauen sich gegenseitig antun.

Leila Slimani, Goncourt-Preis-Gewinnerin von 2016 und Shooting-Star der französischen Literatur.
Leila Slimani, Goncourt-Preis-Gewinnerin von 2016 und Shooting-Star der französischen Literatur.
Keystone

Sie raucht noch kurz eine, dann sitzt Leila Slimani sichtlich müde, aber entspannt in einem Münchner Hotel, bereit, über ihren ersten Roman «Dans le jardin de l'ogre» (2014) zu reden, der erst jetzt unter dem Titel «All das zu verlieren» auf Deutsch erscheint. Ihre Mutter hat gerade aus Paris angerufen und sich beschwert, dass sie so viel unterwegs sei, Slimanis Sohn habe deshalb Probleme in der Schule. Es sei der magische Moment im Leben einer Frau, sagt Slimani schulterzuckend, in dem man sich dafür entscheidet, andere zu enttäuschen.

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