Kunstmuseum Bern zeigt griechisch-schweizerische Arte Povera

Im Kunstmuseum Bern werden in den nächsten Wochen Werke des griechisch-schweizerischen Arte-Povera-Künstlers Nakis Panayotidis gezeigt. Die Ausstellung, des in Bern und Griechenland lebenden Künstlers, umfasst rund 70 Objekte

Über dem Eingang des Kunstmuseums Bern hängt der mit Leuchtröhren gestaltete Schriftzug «VEDO DOVE DEVO» - «Ich sehe, wo ich muss».

Über dem Eingang des Kunstmuseums Bern hängt der mit Leuchtröhren gestaltete Schriftzug «VEDO DOVE DEVO» - «Ich sehe, wo ich muss».

(Bild: zvg/Kunstmusem Bern)

Das Kunstmuseum Bern zeigt ab Freitag eine Retrospektive des griechisch-schweizerischen Arte-Povera-Künstlers Nakis Panayotidis. Rund 70 Objekte, Fotoinstallationen, Bilder und Neonarbeiten des zeitweise in Bern, zeitweise in Griechenland lebenden Panayotidis sind zu sehen.

Kunstmuseum-Direktor Matthias Frehner bezeichnet den 1947 in Athen geborenen, in Italien ausgebildeten Künstler als den wohl wichtigsten Arte-Povera-Vertreter in der Schweiz.

Unter Arte Povera versteht der Duden Objektkunst vor allem aus den 1960er- und 1970er-Jahren des 20. Jahrhunderts in Italien, die unkonventionelle («arme») Materialien wie Erde, Holz, Stroh, Filz verwendet und diese formlos und bewusst unästhetisch darbietet.

Panayotidis verwendet denn auch Materialien wie Steine, Stroh, Blei, Eisen, Kupfer und Lampen. Ihn interessiert laut einer Mitteilung des Kunstmuseums Bern das Beiläufige und Flüchtige, was ihn auch mit Licht und Wasserdampf arbeiten lässt.

Gerade Neonlampen verwendet Panayotidis häufig. Über dem Eingang des Kunstmuseums hängt in den nächsten Wochen der mit solchen Leuchtröhren gestaltete Schriftzug «VEDO DOVE DEVO» - «Ich sehe, wo ich muss».

Diese drei italienischen Wörter brächten Panayotidis' zentrale Botschaft auf den Punkt, schreibt das Museum: Alles sei immer eine Frage des Blickwinkels, Wahrnehmung nie eindeutig.

Mit Filmreihe «Radikales Kino»

Das Berner Museum widmete Panayotidis schon 1994 eine Ausstellung. Zwanzig Jahre später ist für das Kunstmuseum Bern nun die Zeit gekommen, Panayotidis mit einer Retrospektive zu würdigen. Dies als Teil der Reihe über bedeutende Schweizer Künstler mit Bern-Bezug. Die Ausstellung dauert bis zum 15. März 2015. Zum Begleitprogramm gehört die Filmreihe «Radikales Kino aus Griechenland» im Kino des Kunstmuseums.

tag/sda

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