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BSV-Handballer verlässt VereinKusio wechselt in einem Jahr nach Schaffhausen

Michael Kusio wird noch ein Jahr für den BSV Bern spielen. Ab der Saison 2021/22 schiesst er seine Tore für den Schweizer Topclub Kadetten Schaffhausen.

Michael Kusio (Mitte) trägt noch eine Saison lang den roten BSV-Dress.
Michael Kusio (Mitte) trägt noch eine Saison lang den roten BSV-Dress.
Foto: Christian Pfander

Linkshänder sind eine gefragte Spezies bei den Handballern, besonders wenn sie noch so gross gewachsen und abschlussstark sind wie der 22-jährige Michael Kusio vom BSV Bern. Auch den Kadetten Schaffhausen, der Nummer 1 im nationalen Handball, sind die Fähigkeiten des jungen Berners nicht entgangen. Für die Nordostschweizer wird er ab der Saison 2021/22 spielen. Kusio erhofft sich beim Schweizer Branchenprimus eine sportliche Weiterentwicklung; parallel dazu wird er sein Fernstudium in Lebensmitteltechnologie an einer deutschen Fernuniversität weiterführen, das er in diesem Jahr begonnen hat.

Gutes Angebot auch vom BSV

Kusio fiel es nicht leicht, sich gegen den BSV zu entscheiden. Er hat seine gesamte Zeit im Nachwuchsbereich bei diesem Verein verbracht und dort den Sprung in die höchste Liga geschafft. «Auch vom BSV lag mir ein gutes Angebot vor. Der Verein hat sehr viel versucht, um den Vertrag mit mir längerfristig zu verlängern. Der Club hat sich sehr gut entwickelt, in Bern zu bleiben war ganz klar eine Option für mich», sagt Kusio. Die Kadetten hätten bereits vor ein paar Monaten angefragt und grosses Interesse gezeigt. «Ich habe mich für sie entschieden, weil ich dort unter lauter Topspielern mein Potenzial noch weiter ausschöpfen kann und es mir als Person auch guttut, einmal an einem anderen Ort zu leben und neue Erfahrungen zu sammeln», nennt er die Gründe für den Wechsel. In Schaffhausen wird er zudem jedes Jahr im Europacup spielen können; auch dürften die Aussichten für eine Rückkehr in die Nationalmannschaft als Kadetten-Spieler grösser sein.

Kusio hat in Schaffhausen einen bis 2023 gültigen Zweijahresvertrag unterschrieben. Finanzielle Aspekte hätten bei der Entscheidung keine grosse Rolle gespielt; die Angebote der Berner und der Kadetten hätten sich in diesem Punkt nicht gross voneinander unterschieden. Bei den Kadetten wird er sich die Spielzeit im rechten Rückraum mit dem Schweizer Nationalspieler Dimitrij Küttel, der aktuellen Stammkraft auf dieser Position, teilen.

Keine einfache Aufgabe

Für die Verantwortlichen beim BSV Bern um den neuen Sportchef David Staudenmann stellt sich nun die nicht einfache Aufgabe, Kusio im rechten Rückraum adäquat zu ersetzen. Möglicherweise werden sie sich im Ausland umsehen müssen; mit Nicolas Raemy (Wacker Thun) hat sich der beste nicht bei den Kadetten spielende Schweizer Akteur auf dieser Position bis 2023 an seinen aktuellen Verein gebunden. Kusio will derweil seine Zeit in Bern gut abschliessen. «Es ist mir wichtig, mich mit starken Leistungen vom BSV zu verabschieden», sagt er.