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Umbau der Schulanlage FriedbühlLähmende Angst vor dem Mehrverkehr

Beim Neubauprojekt der Schulanlage Friedbühl harzt es. Gegen das 29 Millionen Franken teure Vorhaben wehren sich fünf Einsprecher. Ob der Baustart im Frühling erfolgen kann, ist deshalb fraglich.

So soll das neue Schulhaus Friedbühl in Oberhofen dereinst aussehen.
So soll das neue Schulhaus Friedbühl in Oberhofen dereinst aussehen.
PD

Noch gibt sich Gerhard Beindorff optimistisch. «Ich bin zuversichtlich, dass wir den Fahrplan einhalten können», sagt der Hilterfinger Gemeindepräsident und Präsident der Baukommission Friedbühl. Doch die Marschtabelle ist ambitioniert.

Bereits für Frühling ist der Start für die Erweiterung der Schulanlage Friedbühl in Oberhofen angesetzt. Im Sommer 2022 soll das Schulhaus dann uneingeschränkt genutzt werden können. Beindorff hofft, dass im Mai die Baubewilligung für das 29 Millionen Franken teure Projekt vorliegt. Eine Voraussetzung dafür ist aber, dass es mit den Gegnern eine einvernehmliche Lösung gibt. Denn das Bauvorhaben ist nicht unumstritten.

«Gegen das Projekt gingen sieben Einsprachen ein, davon wurden bisher zwei zurückgezogen», sagt Regierungsstatthalter Marc Fritschi. «Hauptkritikpunkt ist die befürchtete Mehrbelastung der bestehenden Gemeindestrassen durch Schüler, Eltern und Lehrer. Das Bauprojekt als solches wird nur in einer einzigen Einsprache substanziell behandelt.»

Vom Friedbühl hängt viel ab

Der Schulverband als Bauherr hat Ende Januar zu den Ergebnissen der vorläufigen Prüfung sowie zu den Einsprachen Stellung genommen, ein Baustellenverkehrskonzept und teilweise angepasste Pläne eingereicht, wie Fritschi ausführt. Diese Unterlagen werden die Gemeinde, die Gebäudeversicherung und der Regierungsstatthalter nochmals prüfen.

«Zum Zeitpunkt des Entscheids mache ich keine Prognose.»

Regierungsstatthalter Marc Fritschi

«Die Einsprecher erhalten in den nächsten Wochen ebenfalls Gelegenheit, die Unterlagen einzusehen und sich dazu zu äussern», sagt Fritschi, der aktuell keine Einspracheverhandlungen plant. Das Ende des Prozess ist für ihn noch nicht absehbar. «Zum Zeitpunkt des Entscheids mache ich keine Prognose», sagt der Regierungsstatthalter.

Das Schulhaus Friedbühl in Oberhofen ist in die Jahre gekommen.
Das Schulhaus Friedbühl in Oberhofen ist in die Jahre gekommen.
Patric Spahni

Gerhard Beindorff vertraut auf ein schnelle Lösung. «Vom Neubau hängt vieles ab.» So sei beispielsweise die Planung der Schulhaussanierungen in der Gemeinde Hilterfingen auf das Projekt Friedbühl abgestimmt. «Wir wollen unsere Anlagen in Schuss zu halten.»

«Das Wichtigste ist, dass wir unseren Jungen eine gute Bildung ermöglichen.»

Gerhard Beindorff, Gemeindepräsident von Hilterfingen

Nicht zuletzt erschwere eine ungenügende Infrastruktur die Suche nach guten Lehrkräften. «Das Wichtigste ist aber, dass wir unseren Jungen eine gute Bildung ermöglichen. Und dazu braucht es zeitgemässe Schulhäuser.»