Zum Hauptinhalt springen

«Zeit fürs Bett»

Eine «Stern»-Journalistin beschreibt in einem Porträt über den FDP-Politiker Rainer Brüderle, wie dieser ihr sexuelle Avancen machte. Die FDP ist empört über den Tabubruch. Dabei sollte sie dankbar sein.

Dirndl-Fan und FDP-Politiker: Rainer Brüderle betrachtet junge Journalistinnen als Freiwild.
Dirndl-Fan und FDP-Politiker: Rainer Brüderle betrachtet junge Journalistinnen als Freiwild.

Deutschland diskutiert über einen «Tabubruch». Auslöser ist der Artikel einer «Stern»-Reporterin. In einem mit «Der Herrenwitz» betitelten Porträtbeschreibt sie, wie FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle bei einem Gespräch an einer Hotelbar zudringlich geworden sei. Zudringlich heisst in ihrem Fall, dass er Bemerkungen über ihre Brüste machte, sie zum Tanz aufforderte und auf ihre Bemerkung, dass zwischen ihnen ein professionelles Verhältnis herrsche, erwiderte: «Politikern verfallen doch alle Journalistinnen.» Und: «Am Ende sind wir alle nur Menschen.» Beim Abschied, so schreibt die Journalistin, «steuert er mit seinem Gesicht sehr nah auf mein Gesicht zu. Ich weiche einen Schritt zurück und halte meine Hände vor meinen Körper. Die Sprecherin eilt von hinten heran: ‹Herr Brüderle!›, ruft sie streng. Sie führte ihn aus der Bar. Zu mir sagt sie: ‹Das tut mir leid.› Zu ihm sagte sie: ‹Zeit fürs Bett.›»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.