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Angolas chinesischer Albtraum

Unweit der Hauptstadt Luanda liess der angolanische Präsident mit chinesischem Geld eine Trabantensiedlung für eine halbe Million Einwohner hochziehen.

Auf dem Reissbrett entworfen: Modell Kilambas. (13. Mai 2011)
Auf dem Reissbrett entworfen: Modell Kilambas. (13. Mai 2011)
AFP
Angolaner waren bei Planung und Bau kaum involviert: Häuser mit einer Tafel der ausführenden chinesischen Firma China International Trust and Investment Corporation (Citic) in Kilamba. (13. Mai 2011)
Angolaner waren bei Planung und Bau kaum involviert: Häuser mit einer Tafel der ausführenden chinesischen Firma China International Trust and Investment Corporation (Citic) in Kilamba. (13. Mai 2011)
AFP
Prestigeprojekt: Der angolanische Präsident Jose Eduardo dos Santos hält eine Wahlkampfrede in Kilamba. (29. August 2012)
Prestigeprojekt: Der angolanische Präsident Jose Eduardo dos Santos hält eine Wahlkampfrede in Kilamba. (29. August 2012)
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Luicia Miguel dos Santos fühlt sich wohl bei sich zu Hause. «Das müssen Sie unbedingt sehen», sagt die Mutter von zwei Kindern, während sie die Gäste durch ihre neue Wohnung führt: die drei unscheinbaren Schlafzimmer, die zwei einfachen Bäder, der Einbauschrank aus Pressspanplatten, die kitschigen Tapeten aus Portugal. Auch der Blick aus den Fenstern, die in alle Richtungen das immer gleiche, surreale Bild eröffnen, scheint die Psychologin nicht weiter zu stören: Unzählige Apartmentblöcke, die wie überdimensionale Grab- oder Dominosteine aufgereiht sind, erstrecken sich fast lückenlos bis zum Horizont. «Man gewöhnt sich daran», sagt Frau dos Santos und lacht.

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