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Bei Vollmond durch die Bergwelt

Im milden Schein des Mondes fährt der Zug über den Berninapass. Die hochalpine Winterlandschaft, die draussen am Fenster vorbeizieht, wirkt grandios – erst recht, wenn im Wagen unvermittelt das Licht ausgeht.

Den Höhepunkt serviert die Rhätische Bahn ganz am Schluss. Es ist halb elf Uhr abends, langsam setzt sich der Zug in Bewegung zur Fahrt von der Alp Grüm über den Berninapass zurück nach St.Moritz. Doch für einmal bleibt die sonst so grelle Beleuchtung gelöscht, ist es drinnen im Wagen genauso dunkel wie draussen in der Nacht. Aus dem Lautsprecher im Hintergrund ertönt leise klassische Musik. Das sorgt zusätzlich für Stimmung.

An den Fenstern zieht die winterlich verschneite Gebirgslandschaft vorbei. Gipfel, die bis in eine Höhe von 4000 Metern über Meer reichen, erheben sich majestätisch über weite Ebenen, unter denen sich mal ein zugefrorener See und mal einfach auch nur der Talboden verbirgt. Ein faszinierendes Spiel von Licht und Schatten tut sich auf, leuchtend weiss hebt sich der Schnee vom Dunkel der Felsen und Wälder ab. Sogar an diesem Abend, an dem das Wetter zuerst nicht so recht mitspielen will, sich die Wolken immer dichter vor den aufgehenden Mond schieben.

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