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Ein Laptop für jeden Primarschüler

Uruguay fördert die Informatikkompetenzen seiner Jüngsten: Im südamerikanischen Land erhält jedes Schulkind einen eigenen Laptop, um den Umgang mit Computern einzuüben.

Früh übt sich: Primarschüler mit ihren Laptops in Punta del Este, Urugruay.
Früh übt sich: Primarschüler mit ihren Laptops in Punta del Este, Urugruay.
PD

Den Sprung ins digitale Zeitalter für Kinder aus allen Gesellschaftsschichten möglich zu machen: Dieses Ziel verfolgt der «Plan Ceibal», Uruguays Bildungsinitiative an öffentlichen Schulen. Seit 2009 bekommt jede Primarschülerin und jeder Primarschüler vom uruguayischen Staat einen Laptop zur Verfügung gestellt – damit der Umgang mit Computern für die Jungen zur Selbstverständlichkeit wird und später nicht mühsam gelernt werden muss.

Bei der Informatikausbildung nimmt das Internet einen wichtigen Stellenwert ein: Auf der Webseite des Plan Ceibal wird erklärt, was man mit der XO – so heisst der mit einem grünen Gummi umrahmte Laptop, den die Schüler erhalten – alles tun kann. Dazu gibts eine Internet-Community für die Primarschüler, Online-Spiele und kindergerechte Lernvideos zum Anschauen.

Als Nächstes die Sekundarschüler

Von den Kindern wird die XO heiss geliebt. In einem von Plan Ceibal veröffentlichten Video berichten sie, wie sie mit dem Laptop Zeichnungen machen, Geräusche aufnehmen und Texte verfassen können (siehe Video in der Box links). Das Zehnfingersystem beherrschen die Kinder schnell, und so mancher Knirps kann seinen Eltern bereits Informatikunterricht erteilen. Doch auch für die Lehrer bietet der Plan Ceibal die Möglichkeit, sich besser untereinander zu vernetzen und ihren Unterricht interessanter und abwechslungsreicher zu gestalten.

Der Plan Ceibal hat bereits viel internationale Beachtung erhalten und wird von Institutionen wie der Weltbank unterstützt und evaluiert – denn «noch laufen nicht immer alle Prozesse im Programm effizient ab», wie es in einem Bericht von Plan Ceibal heisst. Doch dies hindert das uruguayische Bildungsministerium nicht daran, den nächsten Schritt zu tun: Nach zwei Jahren Laufzeit wird das Laptop-Programm nun auch auf Sekundarschüler ausgeweitet.

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