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Kein Couscous-Rösti-Graben

Treffen sich ein Schweizer, ein Franzose, ein Italiener und ein Nordafrikaner in Bern zum Essen. Wohin gehen die Vier, wenn jeder Lust auf ein Gericht aus seiner Heimat hat? Ins Bistrot Morillon. Aussteigen bei der Haltestelle «Wander» des Nünitrams, einmal umfallen und schon sitzen auch die Besseresser in der Quartierbeiz, die den Spagat versucht zwischen Orient und Okzident.

Aussteigen bei der Haltestelle «Wander» des Nünitrams, einmal umfallen und schon sitzen auch die Besseresser in der Quartierbeiz, die den Spagat versucht zwischen Orient und Okzident. Wer diese Rubrik regelmässig liest, dem schwant nun übles. Predigen wir doch immer wieder, wie schlimm es ist, wenn ein Restaurant ein bisschen dieses und jenes auf der Karte hat und womöglich auch noch «Australien-Wochen». Letztere gibts zum Glück im Bistrot Morillon nicht. Und oh Wunder: Uns gefiel das Morillon gut, obschon es kulinarisch eine wilde Mischung bietet.

Wir bestellten etwas aus dem Morgenland und etwas aus dem Abendland: Couscous d’Ourika (29.50) sowie eine halbe Portion Tartare de boef au cognac (22.50). «Gut. Ich kann nicht klagen», lautete der Kommentar des Couscous-Testers. Dieses wurde stilecht in einem Tongefäss mit Deckel serviert. Wie es sich gehört mit Gemüse in kräftig riechender Sauce, Lammfleisch und Würstli (Merquez). Die scharfe Harissa-Paste wurde auf unsere Bitte hin nachgereicht.

Beinahe kapitulieren musste der zweite Besseresser vor seinem Tartare. Die Portion war zwar eine halbe, aber alles andere als klein. Die dazu servierten Toastscheiben und eine tüchtige Portion knuspriger Pommes Frites (im Preis inbegriffen) trugen das ihre dazu bei, dass fast ein Rest auf dem Teller geblieben wäre. Aber nur fast. Das Tartare – scharf bestellt, scharf serviert – war köstlich. Es soll Tartare-Liebhaber geben, die extra deswegen ins Morillon pilgern.

Auch wir würden wiederkommen. Beim nächsten Mal bringen wir vielleicht noch einen Italiener, einen Franzosen und einen Tunesier mit.

Die Besseresser sind neu erreichbar unter: besseresser@bernerzeitung.ch

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