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Ein kinderleichter Entscheid?

Alle reden von der Abzockerinitiative, dabei haben es die Frauen an demselben Abstimmungstag in der Hand, einen familienpolitisch historischen Entscheid zu fällen. Sie müssen nur wollen.

Man kann ja die Kleinen nicht einfach wegschmeissen – deshalb soll der Staat bei der Kinderbetreuung helfen: Amateurfotografie, veröffentlicht auf Flickr.com.
Man kann ja die Kleinen nicht einfach wegschmeissen – deshalb soll der Staat bei der Kinderbetreuung helfen: Amateurfotografie, veröffentlicht auf Flickr.com.
Reuters

Christoph Blocher und sein Schwiegersohn Roberto Martullo, beide SVP, duellieren sich wegen der Abzockerinitiative. Volkstribun Blocher kämpft gegen die Initiative, Martullo legt sich für sie ins Zeug. Die Öffentlichkeit schaut gespannt zu.

Dieses Beispiel zeigt, dass das, was die Leute bewegt, nicht immer das ist, was für sie von Bedeutung ist. Im Schatten der Abzocker-Debatte findet der Familienartikel, der ebenfalls am 3. März zur Abstimmung kommt, kaum Beachtung. Ein Blick ins Schweizer Medienarchiv zeigt, dass in der letzten Woche fünfmal mehr über die Abzockerinitiative (71) als über den Familienartikel (14) geschrieben wurde. Das Desinteresse ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass jeder dritte Schweizer in einer Familie lebt.

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