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Entlarvende Appetitanreger

In Speisekarten spiegelt sich nicht nur der Wandel der Esskultur, sondern auch die Entwicklung von Technik und Gesellschaft. Dies dokumentiert der Prachtband «Menu Design in America».

Die 50er-Jahre waren in Amerika die goldene Epoche der Speisekartengestaltung. Ihr widmen Jim Heimann, Steven Heller und John Mariani ein Buch, das so klug, verführerisch und spannend ist, dass man darob das Essen beinahe vergisst.

Der dreisprachig gehaltene Band «Menu Design in America, 1850–1985» ist ein Brocken. Er umfasst 400 Seiten und rund 800 Speisekarten, deren Gestaltung nicht nur die sich verändernden Essgewohnheiten widerspiegeln. Sie sind auch ein Abbild einer sich wandelnden Gesellschaft und Kultur, in der sich die Frauen ihren Platz im öffentlichen Leben erkämpften.

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