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Gemeines Gemüse

Das Grünzeug auf dem Teller hat einen viel zu guten Ruf. Avocados verwüsten ganze Landstriche, Erdnüsse töten und Zucchetti ebenso. Eine kleine Ernährungsberatung.

Massaker am Regenwald

Gegen die Sojabohne ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegenteil: Dank der mineralstoff- und proteinreichen Hülsenfrucht werden Fleischgerichte mehr und mehr obsolet. Das Problem ist, dass auch etwas Gutes wie die Sojabohne Furchtbares anrichten kann: Dem stetig wachsenden Anbau von Soja sind in den letzten Jahrzehnten viele Millionen Hektaren Grasland und Regenwald zum Opfer gefallen, vor allem in Südamerika. Schuld daran ist allerdings nicht das vielbelächelte Vegetarier-Veganer-Gutmenschentum, das sich Sojadrinks und Tofu einverleibt. Lebensmittel für den Menschen machen nur 6 Prozent der Produktion aus. Etwa 80 Prozent des importierten Sojas fliessen in die Fütterung von Schlachttieren. Laut WWF wird fast ein Kilo Soja benötigt, um ein Kilo Pouletfleisch zu erzeugen. Es ist also nicht die Sojabohne, die unseren Planeten zerstört, auch nicht der Soja-Latte-Macchiato-Trinker, sondern: der Fleischesser.

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