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Köstliches mit Konserven

Eingekauft sind die Dosen schon – bleibt die Frage, was man damit zubereiten könnte. Hier drei Vorschläge.

Ob Konservendosen die Lösung sind? Das sei hier dahingestellt. Doch wer derzeit durch die Lebensmittelgeschäfte läuft, dürfte feststellen, dass Frau und Herr Schweizer diverse Dosen eh schon eingekauft haben. Und darum stellt sich aus kulinarischer Sicht nun die Frage, was man damit Genussvolles zubereiten könnte – weil einem irgendwann ja die Spaghetti mit Tomatensauce zum Hals raushängen werden. Hier meine drei liebsten Gerichte, die auf Konservendosen basieren.

Immer wieder wunderbar ist fleischloses «Chili con Carne». Da hat man, werden Büchsen verwendet, den Vorteil, dass die Bohnen nicht am Vortag eingeweicht werden müssen. Wies geht? Man schneidet ein, zwei Zwiebeln klein und brät sie in etwas Olivenöl an. Dann kommt eine Büchse mit gehackten Tomaten in die Pfanne; das Ganze soll gut eine halbe Stunde köcheln. Als Nächstes wird mit Salz, Pfeffer, Chili und Paprika gewürzt – je nachdem wie scharf man es möchte, kann hier variiert werden. Schliesslich kommt je eine Dose rote Bohnen (unbedingt in einem Sieb erst kalt abspülen) und Maiskörner hinzu. Wer es noch gehaltvoller haben will, kann Kichererbsen beigeben. Mit einem Stück Brot oder etwas Reis ergibt das eine Mahlzeit, die mich sehr zufrieden macht.

Auf Sardinen und Sardellen aus der Dose basiert das folgende italienische Pastagericht, das ich beim Sternekoch Giorgio Locatelli abgeschaut und vereinfacht habe: «Pasta con le sarde». Dazu wird erst etwas Paniermehl mit wenig Butter in einer Bratpfanne angeröstet und beiseite gestellt. Als Nächstes eine Zwiebel klein schneiden, mit Olivenöl in derselben (nun leeren) Bratpfanne anschwitzen. Ein halbes Glas Weisswein beifügen, anschliessend zwei Esslöffel Tomatenmark, Sardinen und Sardellen aus der Dose, Rosinen und (falls vorhanden) Pinienkerne, Fenchelsamen und einige Safranfäden. Während diese Sauce köchelt, muss immer wieder etwas Wasser dazugegeben werden, mit einem Kochlöffel zerstösst man die «Fischchen» aus der Dose. Vor dem Servieren wird die Sauce gut mit Pasta vermengt, auf dem Teller kommt obendrauf noch das eingangs geröstete Paniermehl. Was mir daran gefällt, ist die Kombination der Salzigkeit der Sardellen mit der Süsse der Rosinen.

War diese Zubereitung zu kompliziert? Dann verrate ich noch ein letztes Dosenrezept, das mir in meiner Jugend immer wieder diebische Freude bereitet hat – weil es mit Temperaturen spielt und wirklich sehr, sehr simpel ist. Für das einfachste Dosenrezept der Welt stellen Sie eine Büchse Fruchtsalat in den Kühlschrank. Vor dem Essen, nehmen Sie diese heraus und geniessen die kalten Konservenfrüchte mit heissem Tee, vorzugsweise Jasmintee. Dosenfood kann so himmlisch sein!

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