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40 Minuten mit dem Papst

Zehn Tage nach der Vereidigung ist das neue spanische Königspaar erstmals ins Ausland gereist. Im Vatikan wurde gescherzt, gelacht, Geschenke ausgetauscht.

Sprachen in der Muttersprache Spanisch: Papst Franziskus mit König Felipe VI. und Letizia.
Sprachen in der Muttersprache Spanisch: Papst Franziskus mit König Felipe VI. und Letizia.
Keystone

Papst Franziskus hat am Montag das neue spanische Königspaar zu einer etwa 40-minütigen Privataudienz im Vatikan empfangen. Sehr herzlich ging es dabei zu, und das Gespräch konnte entspannt in der gemeinsamen Muttersprache Spanisch verlaufen, wie Beobachter berichteten.

Es war die erste Auslandsreise von König Felipe VI. und Königin Letizia zehn Tage nach der Vereidigung des neuen spanischen Staatschefs. Die Königin erschien im weissen Kostüm, eine Farbe, die nach dem strikten Protokoll des Vatikans den katholischen Herrschern vorbehalten ist. Sie begrüsste Franziskus mit einer Verneigung.

«In der Hoffnung, Sie in Spanien zu sehen», lud Felipe den Papst zu einem Besuch ein. Beide lächelten und scherzten, auch der Papst, der erst am Wochenende nach einer erneuten Unpässlichkeit seine Termin wieder aufgenommen hatte.

Wer den Papst besucht, bringt ein Geschenk mit und erhält auch eines: Felipe überreichte Franziskus das Faksimile eines Buches des Jesuiten Balthasar Gracian von 1647. Er erhielt seinerseits aus der Hand des Papstes unter anderem eine Relief-Fliese, die das Originalprojekt für den Petersplatz zeigt.

Treffen mit Kardinalstaatssekretär Parolin

Das Königspaar kam anschliessend noch mit der rechten Hand des Kirchenoberhauptes, Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, zusammen. Diesem gegenüber bekräftigte Felipe, es sei ihm sehr wichtig, dass Franziskus zum 500. Geburtstag der heiligen Teresa von Avila am 28. März kommenden Jahres Spanien besuche, und sei es auch nur kurz.

Der Vatikan wertete das Treffen als Zeichen verstärkter guter Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Spanien. Bei der Audienz seien Themen von gemeinsamem Interesse angesprochen worden, so die Bedeutung des Dialogs und der Zusammenarbeit zwischen Kirche und Staat. Auch die internationalen Konflikte kamen den Angaben zufolge zur Sprache, teilte der Vatikan mit.

Der Argentinier Jorge Mario Bergoglio und das spanische Königspaar kannten sich bereits. Felipe und Letizia hatten im März 2013 als Prinzenpaar von Asturien an der Messe zur Einführung in das Pontifikat des neuen Oberhauptes der katholischen Weltkirche teilgenommen.

SDA/wid

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