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Alles koscher

Der Sabbat lässt sich nicht so einfach mit dem modernen Alltag vereinbaren. Ingenieure arbeiten deshalb in einem Institut im Westjordanland an koscherer Technik.

Agnes Fazekas, Allon Shvut
Ein Rabbi mit einer koscheren Lampe: Eine Blende verdunkelt sie, kein Schalter muss betätigt werden. Foto: Jim Ross (NYT, Laif)
Ein Rabbi mit einer koscheren Lampe: Eine Blende verdunkelt sie, kein Schalter muss betätigt werden. Foto: Jim Ross (NYT, Laif)

Der Lärm ist mal wieder unerträglich. Aber Rabbi Binyamin Zimmerman läuft routiniert wie immer von einem Ausstellungsobjekt zum nächsten, vom Treppenlift in einer Glasvitrine zur Plastikhand, die man zu Demonstrationszwecken in einen Fingerabdruckscanner setzen kann – und lässt per Knopfdruck eine plappernde Stimme nach der anderen verstummen. Eben ist eine jüdische Schulklasse durch die kleine Ausstellung gefegt und hat sämtliche Videos an den Stellwänden simultan zum Laufen gebracht. Als wieder Ruhe herrscht, schliesst der Rabbi die Tür eines üppig verdrahteten Thoraschreins. Statt heiliger Schriftrollen beherbergt dieses Holzfurnier Weltliches: eine ausgeklügelte Diebstahlsicherung.

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