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«An einem Stück Fleisch liest man, wo das Tier geweidet hat»

In Italien sind schon wieder gefälschte Biorohstoffe aufgetaucht. Bio-Experte Urs Niggli über verschärfte Kontrollen und die Verlässlichkeit von Gütesiegeln.

Kritische Fragen zur grossen Nachfrage: Info-Material zu Bio-Produkten an einer Pressekonferenz. (Archivbild)
Kritische Fragen zur grossen Nachfrage: Info-Material zu Bio-Produkten an einer Pressekonferenz. (Archivbild)
Alessandro Della Bella, Keystone

Herr Niggli, müssen wir davon ausgehen, dass ein Teil der gefälschten Biorohstoffe auch für den Schweizer Markt bestimmt waren? Bei den offenbar gefälschten und beschlagnahmten Produkten handelt es sich um Trockenprodukte, welche in erster Linie für die Herstellung von Futtermitteln gebraucht werden (Soja, Mais und Getreide). Nach diesen Produkten besteht ein riesiger Sog von den EU-Ländern und der Schweiz. Denn Eier und Fleisch, vor allem Poulet und Schweinefleisch aus Bioproduktion, sind sehr gefragt, und es werden zu wenig eiweiss- und energiereiche Futtermittel sowohl in der EU wie auch in der Schweiz hergestellt. Ich kann nicht ausschliessen, dass das über Malta und Italien verfälschte Getreide nicht auch in der Schweiz in die Futtermittel gelangt.

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