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Chinas einsame Herzen im Kaufrausch

Am «Tag des Singles» geben Onlineshopper Milliarden aus. Die zahlreichen Sonderangebote sollen die vielen Unverheirateten Chinas über ihre Einsamkeit hinwegtrösten.

Erste Annäherungsversuche: Zwei Unverheiratete an einer Single-Party in Peking am Montag.
Erste Annäherungsversuche: Zwei Unverheiratete an einer Single-Party in Peking am Montag.
AFP
Die Menschen essen, trinken, flirten, kaufen – und hoffen, dabei einen Partner zu finden.
Die Menschen essen, trinken, flirten, kaufen – und hoffen, dabei einen Partner zu finden.
AFP
Bergeweise Pakete: Auslieferer eines Onlineshoppingportals sortieren die Ladung. Der Single-Tag in China bringt den Geschäften neben dem Valentinstag den grössten Umsatz.
Bergeweise Pakete: Auslieferer eines Onlineshoppingportals sortieren die Ladung. Der Single-Tag in China bringt den Geschäften neben dem Valentinstag den grössten Umsatz.
Ng Han Guan, AFP
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Smartphones, Pullover, Unterwäsche oder Versicherungen: Gestern, am «Tag des Singles» haben chinesische Onlineeinkäufer Milliarden ausgegeben. Die beiden Verkaufsplattformen des Onlinehändlers Alibaba, Tmall und Taobao, machten allein 35 Milliarden Yuan (5,3 Milliarden Franken) Umsatz, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die grössten zehn Onlineshops der Volksrepublik kommen nach Schätzungen von Experten auf insgesamt mehr als 80 Milliarden Yuan (12,3 Milliarden Franken), wie die staatliche Zeitung «Wirtschaftsinformationen» meldete.

Der «Tag des Singles» wurde von Chinas Onlinehändlern ins Leben gerufen; er fällt wegen der vier Einsen in Folge auf den 11.11. Mit Sonderangeboten sollen die vielen Unverheirateten des Landes über ihre Einsamkeit hinweggetröstet werden. Das Gegenstück zum Valentinstag ist mittlerweile der umsatzstärkste Tag im chinesischen Onlinehandel.

Händler verkaufte an einem Tag 13'000 Autos

Tmall und Taobao etwa verzeichneten am Montag 402 Millionen Nutzer, wie Alibaba mitteilte. Das seien doppelt so viele wie am vergangenen 11.11. gewesen. Einsame Herzen – oder auch preisbewusste Kunden – kauften Berichten zufolge am Montag allein bei einem Händler 13'000 Autos für zwei Milliarden Yuan. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete von einer Frau mit Vornamen Huang, die bei Tmall einen Diamantring für umgerechnet 2,5 Millionen Euro bestellte – ob für sich zum Trost oder doch für einen Geliebten, blieb unbekannt.

AFP/gb

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