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Das Erdöl der nächsten Revolution

Daten sind eine rasant nachwachsende Ressource des industriellen Fortschritts: So sieht ein Rechenzentrum des Internetriesen Google in den USA aus.
Wer sich für eine sogenannt minimal invasive Operation mit nur kleinsten Skalpellschnitten ins Spital begibt, vertraut meist nicht nur der Hand des Chirurgen. Sondern auch Big Data. Der Chirurg orientiert sich beim Operieren an Livekamerabildern aus dem Körperinnern. Leistungsfähige Roboter, die in Echtzeit von Sensoren an die Operationsgeräte gelieferte Daten analysieren, kontrollieren die chirurgische Schnittführung. Weil der Roboter die Informationsflut rascher verarbeitet als der Mensch, kann er bei einem drohenden Fehlschnitt die Operation blitzschnell stoppen. Die Schrecksekunde der natürlichen menschlichen Reaktion gehört beim datengesteuerten, smarten Chirurgen der Vergangenheit an.
Längst handeln an der Börse nicht nur Menschen, sondern  Computer mit Wertpapieren.   In diesem sogenannten Hochfrequenzhandel können Algorithmen  Tausende An- und Verkäufe pro Minute tätigen.  Hat eine Bank den besseren Algorithmus oder die kürzere  Leitung zum Börsenzentralrechner an der Wall Street,  kann sie ihren Konkurrenten um ein paar Millisekunden zuvorkommen.Durch diesen «Trick» verschaffen sich  Banken teils grosse Vorteile.  In den USA wird heute über die Hälfte aller Börsenaufträge von Algorithmen abgewickelt. Werden die mathematischen Formeln jedoch von gierigen Händlern skrupellos  in ungeeignetem Umfeld angewandt, oder streikt die Software,  kommt  es unweigerlich zum Crash wie 2008 an der Wall Street. Doch Big Data kann noch mehr: Dank Liveanalysen von börsenrelevanten Nachrichten, die über Agenturen und Social Media verbreitet werden, können Händler quasi schon im Voraus auf bevorstehende Kurssprünge reagieren.
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