Zum Hauptinhalt springen

Das Phänomen auf dem Phantom

Er war ein herausragendes Springpferd. In seiner zweiten Karriere vererbt Tinka’s Boy als Deckhengst seine Qualitäten.

Neuer Arbeitsalltag für den Hengst Tinka’s Boy: In der Deckstation des Eidgenössischen Gestüts in Avenches bespringt er das sogenannte Phantom, in dem sein wertvoller Samen gesammelt wird.
Neuer Arbeitsalltag für den Hengst Tinka’s Boy: In der Deckstation des Eidgenössischen Gestüts in Avenches bespringt er das sogenannte Phantom, in dem sein wertvoller Samen gesammelt wird.
Béatrice Devènes

Ohne Springen geht es im Leben von Tinka’s Boy nicht. Der 22-jährige Fuchshengst muss zwar nicht mehr über weite Oxer und mächtige Mauern setzen. Dafür springt er heute im Schweizer Nationalgestüt Avenches und in Béligneux le Haras in der Nähe von Lyon bei Bedarf auf das sogenannte Phantom, das eher einem Turngerät als einem Pferd ähnelt. Dazu animiert ihn eine daneben stehende rossige Stute, denn im Zustand höchster Erregung sind Hengste nicht mehr wählerisch. Er steht auf die Hinterbeine und bespringt das Phantom, wo sein Penis in eine künstliche Scheide eingeführt wird. Keine halbe Minute später ist er abgesamt und lässt sich friedlich zurück in den Stall führen. Markus Fuchs schmunzelt, wenn er Tinka’s Boys neue Karriere als Deckhengst kommentiert: «Vermutlich bereitet ihm das mehr Spass als über Hindernisse zu springen.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.