Zum Hauptinhalt springen

Der Trend zum Roller

Roller sind günstiger als Autos und bereiten weniger Sorgen bei der Parkplatzsuche. Darin sieht die zuständige Fachstelle den Grund für den steigenden Absatz. Auch viele Frauen fahren mittlerweile Roller.

Weniger Parkplatzsorgen als mit dem Auto: Ein Rollerfahrer unterwegs in der Stadt. (Archivbild Reuters)
Weniger Parkplatzsorgen als mit dem Auto: Ein Rollerfahrer unterwegs in der Stadt. (Archivbild Reuters)

In den ersten neun Monaten dieses Jahres hat die Nachfrage nach Motorrädern und Rollern in der Schweiz deutlich zugenommen. Insgesamt wurden 42'664 Maschinen abgesetzt. Das sind 5,5 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.

Vor allem die Rollerverkäufe nahmen im Vergleich zur gleichen Zeitspanne 2011 stark zu, teilte die Schweizerische Fachstelle für Zweiradfragen (SFZ) am Dienstag mit. 19'560 Scooter wurden von Januar bis September neu zugelassen. Das entspricht einer Zunahme von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies sei das beste Resultat seit 2004, als die geänderte Führerscheinregelung zu einem Zwischenhoch beim Töffabsatz geführt habe.

Verkehrsdichte in Städten nimmt zu

Die Chancen stünden gut, dass es bis Ende Jahr über 22'000 verkaufte Roller sein werden, sagte Roland Fuchs von der SFZ gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. «Hauptursache ist die zunehmende Verkehrsdichte in den urbanen Regionen.» So hätten Rollerfahrende im Gegensatz zu anderen Verkehrsteilnehmern kaum Parkplatzsorgen.

Auch verführten die vergleichsweise geringen Anschaffungs- und Unterhaltskosten zu vielen Spontankäufen – auch bei Frauen. «Mittlerweile wird jeder vierte Roller von einer Frau gefahren», sagte Fuchs. Bei den Motorrädern sitze nur in 10 Prozent der Fälle eine Frau am Lenker.

Die Motorradanbieter fuhren mit 4,3 Prozent Mehrverkäufen ebenfalls auf der Erfolgsspur. So wurden in den ersten neun Monaten 2012 22'077 Motorräder neu zugelassen. Gefragt waren – wie bereits in den letzten Jahren – mehrheitlich Maschinen der Mittel- und Oberklasse ab 600 Kubikzentimeter Hubraum.

Gründe dafür sieht Fuchs bei den tieferen Preisen, die denjenigen der umliegenden Länder angepasst wurden. Auch die gute Kaufkraft der Schweizer Haushalte habe zum guten Ergebnis beigetragen.

SDA/mw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch