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Der Velohelm bleibt zu Hause

Die Quote der Velofahrer, welche mit einem Helm unterwegs sind, sinkt. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung schlägt Alarm.

Selbst bei den Kindern nimmt die Tragquote ab: Junge auf zwei Rädern unterwegs.
Selbst bei den Kindern nimmt die Tragquote ab: Junge auf zwei Rädern unterwegs.
Keystone

Vor allem bei den Kindern nimmt die Velohelm-Tragquote ab. Sie ist 2014 auf 60 Prozent gesunken. Im vergangenen Jahr betrug sie 63 Prozent, 2012 noch 68 Prozent. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) beobachtet diese Entwicklung mit Sorge.

«Kinder sind beim Velofahren einem höheren Unfallrisiko ausgesetzt, weil ihre kognitiven und motorischen Fähigkeiten noch nicht voll entwickelt sind und Kinder im Verkehr noch ungeübt sind», schreibt die BfU in einer Mitteilung vom Dienstag. Deshalb sei es für sie besonders wichtig, den Kopf zu schützen.

Parlament lehnte Tragpflicht ab

Die Beratungsstelle kritisiert, dass das Parlament 2012 ein Velohelmobligatorium für Kinder abgelehnt hatte mit dem Hinweis, dass die Tragquote auch ohne Helmpflicht ansteige.

Die aktuelle Zählung der BfU hat zudem ergeben, dass 43 Prozent der Velofahrerinnen und Velofahrer auf freiwilliger Basis einen Helm tragen. Im vergangenen Jahr waren es 46 Prozent. Vor allem Männer zwischen 33 und 44 Jahren tragen ihren Helm weniger häufig.

Auch E-Biker kneifen

Obwohl Fahrerinnen und Fahrer schneller E-Bikes seit zwei Jahren einen Helm tragen müssen, liegt die Tragquote bei ihnen bei 89 Prozent. Bei den E-Bikes generell liegt die Tragquote bei 69 Prozent – fünf Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

SDA/cpm

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