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Die Krankheit als Tolggen im Zeugnis

Arbeitszeugnisse sollen wohlwollend formuliert sein und Arbeitnehmende in ihrer beruflichen Karriere unterstützen. Sie müssen aber auch über negative Tatsachen und lange Krankheiten informieren.

Umfassende Beurteilung, blosse Arbeitsbestätigung oder beides: Arbeitnehmer dürfen die Form des Zeugnisses wählen.
Umfassende Beurteilung, blosse Arbeitsbestätigung oder beides: Arbeitnehmer dürfen die Form des Zeugnisses wählen.
Andreas Buck

Ein unlängst publiziertes Bundesgerichtsurteil liess aufhorchen. Demnach sind Krankheiten im Arbeitszeugnis zu erwähnen, wenn sie einen erheblichen Einfluss auf die Leistung oder das Verhalten der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters hatten.

Nun wird niemand bestreiten, dass sich eine miserable Leistung oder ständig abwegiges Verhalten in einem Arbeitszeugnis manifestieren dürfen. Aber eine Krankheit? Das ist doch ein nicht selbst verschuldetes Ereignis. Steht dies im Zeugnis, dann wirkt sich das kaum förderlich auf die berufliche Karriere aus. Aus Sicht des höchsten Gerichts spielt das jedoch keine Rolle: Längere Arbeitsunterbrüche, ob freiwillig oder nicht, gehörten ins Arbeitszeugnis (Urteil 4A_187/2010).

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