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«Ich kann meine Wut nur durch diese Sexualisierung ausdrücken»

Skandalrapperin Lady Bitch Ray meldet sich nach einer langen Burn-out-Zwangspause zurück. Mit einer überraschenden Doktorarbeit zur Kopftuch-Debatte – und der Ankündigung eines neofeministischen Manifests.

«Die Leute, die sich über mich und meine Performance aufregen, sind auch meist die, die Scheisse am Stecken haben»: Reyhan Sahin alias Lady Bitch Ray.
«Die Leute, die sich über mich und meine Performance aufregen, sind auch meist die, die Scheisse am Stecken haben»: Reyhan Sahin alias Lady Bitch Ray.
Keystone

Es war lange ruhig um sie. Unheimlich lange eigentlich, wenn man bedenkt, welchen Rummel sie einst losgetreten hatte: Lady Bitch Ray machte in den Jahren 2007 und 2008 als eine Art Porno-Wonderwoman Karriere, die obendrein noch behauptete, die neue feministische Avantgarde zu verkörpern. Die Deutsch-Türkin mit bürgerlichem Namen Reyhan Sahin stand in Vulgarität und Derbheit ihren rappenden Kollegen Sido und Bushido in nichts nach. Sie machte in der Öffentlichkeit nicht nur ihren Vagina-Style zum Thema, sondern immer wieder auch das eigene Geschlechtsteil. (Vgl. auch: «Die Pornografinnen»)

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