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«Lasst den Cervelat in den Schulen!»

Mon­tassar BenMrad (l.) und Herbert Winter im Cafe Federal in Bern. Foto: Christian Pfander

Herr BenMrad, Herr Winter, Sie stehen seit vielen Jahren in einem Dialog, haben so den jeweils anderen Glauben gut kennen gelernt. Wann haben Sie das letzte Mal Ihren Kollegen für seine Religion beneidet?

Gemeinsamkeiten werden nun auch in dieser interreligiösen Erklärung betont. Warum jetzt?

«Eine Studie zeigt, dass Muslime in der Schweiz gut integriert, aber nicht sehr gut akzeptiert sind.»

In Deutschland wäre eine solche jüdisch-muslimische Erklärung nicht möglich. Richtig?

Wie wird eigentlich Ihre Dialogarbeit in Ihren jeweiligen Gemeinschaften aufgenommen?

Wirklich? Gibts keine Kreise, die es ablehnen, dass sie mit Juden einen so engen Kontakt haben?

Israel-Palästina klammern Sie bewusst aus?

Sie wollen uns erzählen, dass der zentrale Konflikt zwischen Ihnen beiden in all den Jahren nicht ein einziges Mal angesprochen wurde?

Ihre beiden Gemeinschaften sind in Bezug auf Ressourcen und vor allem von der Grösse her völlig verschieden: Den 18'000 Juden stehen 450'000 Muslime gegenüber. Macht nicht schon allein dies die Zusammenarbeit schwierig?

...oder die Kopfbedeckung. In St. Gallen wurde kürzlich ein Burkaverbot vom Volk angenommen. Wie stehen Sie als Jude dazu?

Sie zeigen sich solidarisch, weil Sie mit der Kippa im gleichen Boot wie die Muslime sitzen?

Warum?

Nimmt Herbert Winter richtig an?

Und seit den Attentaten in Paris, Nizza oder Berlin wurden diese noch grösser?

Manches wie das Kopftuch oder der verwehrte Handschlag schaffen böses «Blut». Können Sie nachvollziehen, dass Schweizer damit Mühe haben?

Wie stehen Sie zum säkularen, religionsneutralen Staat?

Schlussfrage: Worum beneiden Sie die andere Religionsgemeinschaft nicht?