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Mein Coming-out

Mit siebzehn erlebten unsere Autorin und ihre beste Freundin Lina einen magischen Frühling. Bis die Ferien kamen. Eine Erinnerung.

«Es gab da einen leeren Raum in unserer Welt, einen Off-Space, ein Vakuum, und wir haben ihn betreten»: Darja Keller ist Studentin an der Universität Zürich. Foto: Anne Morgenstern

«Es gab da einen leeren Raum in unserer Welt, einen Off-Space, ein Vakuum, und wir haben ihn betreten»: Darja Keller ist Studentin an der Universität Zürich. Foto: Anne Morgenstern

Als wir siebzehn waren, fuhren meine Klassenkameradin Lina und ich auf eine Fasnachtsparty in einem kleinen Dorf, ungefähr eine Stunde Bus- und Postautofahrt entfernt von dem Nest, in dem wir wohnten. Nach all der Zeit wundere ich mich manchmal, welche weiten Distanzen wir damals auf uns genommen haben, um auf eine mittelschlechte Party zu gelangen. Eigentlich hassten wir alle die Fasnacht, und trotzdem gab sie uns immerhin etwas zu tun an einigen Wochenenden im Februar, einem Monat, in dem man nicht draussen sitzen und Dosenbier trinken und Flunkyball spielen konnte, in dem die Aare kalt und abweisend war.

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