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Mit 2500 Kassetten zum Doktortitel

Studium oder Korbflechterei – das Unfallopfer Nils Jent entschied sich für Ersteres. Sein erstaunlicher Weg ist im Dokumentarfilm «Unter Wasser atmen – Das zweite Leben des Dr. Nils Jent» zu sehen.

Nils Jent und Regula Dietsche: Ihre Arbeitspartnerschaft am Diversity Center in St. Gallen sei mehr als ein Team, sagt Jent.
Nils Jent und Regula Dietsche: Ihre Arbeitspartnerschaft am Diversity Center in St. Gallen sei mehr als ein Team, sagt Jent.
Daniel Ammann

Wäre Nils Jent an Pfingsten vor 32 Jahren nicht schwer mit dem Motorrad verunfallt, wäre er heute vielleicht ein Bünzli. Aber er stirbt am 26. Mai 1980, sein Herz setzt mehrere Minuten aus. Nur mit Mühe können die Ärzte ihn zurückholen. Nils Jents zweites Leben beginnt mit einem «unglaublichen Schock»: Nach Wochen im Koma öffnet er die Augen – doch er sieht nichts, kann seinen Körper weder spüren noch bewegen. Er kann nicht sprechen, nicht riechen, nicht schmecken. Nichts. Nur hören und denken. Das aber bemerkt niemand, es bringt ihn beinahe um den Verstand: «Bin ich wirklich wach oder in einem entsetzlichen Albtraum gefangen?»

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