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Musliminnen in Schweizer Supermärkten bespuckt

Viele Muslime fühlen sich in der Schweiz diskriminiert. Einige berichten gar von Angriffen aufgrund ihrer Religion.

Zerstörte Autospiegel, Drohungen oder sogar Schweineköpfe vor der Moschee: 35 Prozent der 511 befragten Muslime einer nicht repräsentativen Studie des GFS Bern wurden schon Opfer von Hasskriminalität, schreibt der «Blick». Darunter versteht man gewalttätige Straftaten, die sich gegen Personen und Objekte richten, die als «fremd» oder «anders» betrachtet werden.

Vor allem Frauen, die ein Kopftuch tragen, werden Opfer von Angriffen: Sie berichten von Spuckattacken in Supermärkten oder Versuchen, ihnen das Kopftuch herunterzureissen. 57 Prozent der Befragten würden sich im Alltag darum bewusst zurückhaltend verhalten, um nicht aufzufallen.

Jeder zweite Muslim fühlt sich diskriminiert

55 Prozent der Muslime seien in den letzten zwölf Monaten von Diskriminierung betroffen gewesen oder kennen Betroffene, besagt die Studie. Diese wurde vom Forschungsinstitut GFS Bern in Auftrag der Union Europäischer Demokraten (UETD) und in Zusammenarbeit mit anderen muslimischen Organisationen erstellt.

Die UETD steht aufgrund ihrer Nähe zum türkischen Präsidenten Erdogan in der Kritik. Trotzdem rechtfertigt GFS-Bern-Chef Lukas Golder die Veröffentlichung der Studie: «Wir haben den Eindruck, dass wir ein sehr breites Feld von Muslimen erfragt haben und sehr breite Muster von Diskriminierungserfahrungen und Einstellungen zum Ausdruck kommen.»

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