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Nock spaziert zum Weltrekord

In sieben Tagen sieben Weltrekorde, das ist das Ziel von Freddy Nock. Den Anfang machte er gestern auf der Zugspitze – mit Erfolg.

Will alle Rekorde brechen: Hochseilartist Freddy Nock balanciert auf dem Drahtseil der Gletscherbahn vom Zugspitzplatt aus die letzten Meter zur Gipfelstation.
Will alle Rekorde brechen: Hochseilartist Freddy Nock balanciert auf dem Drahtseil der Gletscherbahn vom Zugspitzplatt aus die letzten Meter zur Gipfelstation.
Keystone
Der Extremartist legte die 995 Meter lange Strecke vom Zugpitzplatt zur Gipfelstation ohne Hilfsmittel in etwa anderthalb Stunden zurück und stellte damit einen Weltrekord im längsten und höchstgelegenen Seillauf auf.
Der Extremartist legte die 995 Meter lange Strecke vom Zugpitzplatt zur Gipfelstation ohne Hilfsmittel in etwa anderthalb Stunden zurück und stellte damit einen Weltrekord im längsten und höchstgelegenen Seillauf auf.
Keystone
Geschafft: Freddy Nock kurz vor der Bergstation.
Geschafft: Freddy Nock kurz vor der Bergstation.
Keystone
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Mit einem einzigartigen Balanceakt ist dem Schweizer Artisten Freddy Nock gestern ein spektakulärer Weltrekord gelungen. Ohne jede Sicherung und ohne eine Balancierstange lief der 46-Jährige auf dem Tragseil der Gletscherbahn auf den Gipfel der Zugspitze. «Es war ein anstrengender Lauf», erklärte Freddy Nock in einer kurzen Stellungnahme. Er habe bewusst mit dem schwierigsten Weltrekordversuch begonnen.

Auf dem 50 Millimeter dicken Seil legte er fast einen Kilometer Strecke (995 Meter) zurück und überwand eine Höhendifferenz von 348 Metern. Die Steigung hinauf zum höchsten Berg Deutschlands betrug streckenweise bis zu 57 Prozent. Damit ist dem Schweizer ein Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde sicher. Bei besten Wetterbedingungen - leicht bewölkter Himmel, kaum Wind - startete Nock um 16.10 Uhr sein halsbrecherisches Unterfangen. Unter den Augen von etwa 200 Zuschauern, die sich auf der Plattform der 2962 Meter hohen Zugspitze versammelt hatten, setzte der Schweizer vorsichtig einen Fuss nach dem anderen auf das dünne Seil.

Obwohl zeitweise 150 Meter über dem Boden und nur mit den Zehenspitzen auf dem Seil, fand der Artist noch Gelegenheit, den Schaulustigen zuzuwinken. Zeitweise balancierte er sogar auf einem Bein über dem Abgrund. Um 17.30 Uhr war es dann geschafft: Locker absolvierte Nock auf dem Seil die letzten Meter, bis er wieder Boden unter den Füssen hatte. Mit ein paar Dehnübungen machte er sich fit für das normale Gehen auf festem Grund.

Sieben Weltrekorde in einer Woche

Die Aktion bildete den Auftakt zu Nocks Projekt «7 Rekorde in 7 Tagen». Nock will innert einer Woche insgesamt sieben Weltrekorde in der Schweiz, Deutschland und Österreich aufstellen. Auch einen guten Zweck hat der Artist sich auf die Fahnen geschrieben. Er will Aufmerksamkeit schaffen für die Arbeit der «Stiftung UNESCO - Bildung für Kinder in Not».

Nach der Zugspitze und einem Abstecher auf die Feuerkogelbahn in Österreich kommt die Rekord-Tour kommende Woche in die Schweiz. Seilläufe auf der Diavolezza- und auf der Corvatsch-Bahn sollen beim Publikum für Bauchkribbeln sorgen. Am Donnerstag ist Nock zu Gast in Bern, wo er die längste und höchste Fahrradüberquerung auf einem Seil plant.

Am Freitag wird Nock zum höchstgelegenen Seillauf auf dem Jungfraujoch erwartet, tags darauf folgt der Abschluss hoch über dem Thunersee: Nock will ohne Sicherung 3,3 Kilometer zurücklegen und damit die längste Wasserüberquerung auf einem Seil schaffen.

SDA/ dapd/jak

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